Mit Andy Warhols „Marylin Monroe“ im Hintergrund forderte Christian Poitsch mehr Engagement von allen Kulturschaffenden. Foto: Robert Bohlen, granitmedia

Mit Kunst zu mehr Miteinander

09.02.2016 • Aktuelles, Kultur, Stadt Rosenheim

Neujahrsempfang des Kulturforums Rosenheim

Andy Warhols Kunst bildete den Rahmen für den 11. Neujahrsempfang des Kulturforums Rosenheim. Eingefunden in die Städtische Galerie hatten sich dazu zahlreiche Mitglieder und Ehrengäste. In die Worte Christian Poitschs schlich sich etwas Wehmut ein. Er wird nach acht Jahren seine Arbeit als Vorsitzender des Kulturforums nicht mehr weiterführen. Bei der Jahreshauptversammlung am 2. März, so kündigte er an, werde er nicht mehr für dieses Amt kandidieren: „Ich will einfach wieder Zeit für eigene Projekte haben.“

Seine Rede stellte Poitsch unter das Motto „Kultur ist nicht alles“. „Gerade derzeit passieren so manche Dinge um uns herum, die scheinbar nichts mit Kultur zu tun haben“, erklärte er dazu.
Es müsse nicht mehr Zeit vergeudet werden, darüber zu diskutieren, ob sich unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren verändern wird. Wer das noch in Frage stelle, lebe außerhalb der Realität auf diesem Planeten. Die Frage sei nur, „wie schnell, wohin und welche Auswirkungen das haben wird“.
Noch mehr als bisher müsse man im Kulturbereich daran arbeiten, ein friedliches Miteinander, Nebeneinander zu haben. Die Bewahrung regionaler und traditioneller Kultur sei wichtig. Die Aufnahme von Neuem aber auch. Kunst sei bunt: „Sie kann in dieser schwierigen Situation helfen.“
Nach seiner Rede ging der Neujahrsempfang des Kulturforums über in ein gemütliches Beisammensein. Für die musikalische Umrahmung sorgten Anna Eggersberger an der irischen Harfe und Carina Vollenbroeker an der Geige.

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