Auch Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer zeigte sich mit den Forderungen der Klinikmitarbeiter solidarisch.

Mehr Personal und bessere Finanzierung

30.06.2015 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Über 560 Beschäftigte der RoMed Kliniken beteiligten sich

Letzte Woche zeigten bundesweit Klinikmitarbeiter Nummernschilder hoch, um auf die Anzahl der fehlenden Stellen in den Krankenhäusern aufmerksam zu machen.

So auch bei den RoMed Kliniken in Bad Aibling (rund 90 Mitarbeiter), Prien am Chiemsee (etwa 50), Rosenheim (über 300) und Wasserburg am Inn (circa 120). Die Regierung plant eine Krankenhausreform, die eine Qualitätsoffensive und ein Pflegeförderprogramm ankündigt. „Der Entwurf steckt aber voller Kürzungen und Vergütungsabschläge“, kritisiert Günther Pfaffeneder, Geschäftsführer der RoMed Kliniken. „Wir erwarten, dass ein Krankenhaus seine Leistungen für die Bevölkerung und seine tariflichen Lohnkosten für die Mitarbeiter finanziert bekommt, nicht mehr und nicht weniger“, so Pfaffeneder.

Laut Berechnungen von ver.di fehlen 162 000 Arbeitsplätze in deutschen Krankenhäusern. „Nur die permanente Überlastung der Beschäftigten verhindert, dass die Versorgung zusammenbricht, an freien Tagen wird eingesprungen, damit der Betrieb aufrecht erhalten werden kann“, wettert Volker Schmidt, Betriebsratsvorsitzender der RoMed Kliniken.

Am 22. Juni ging zudem ein Offener Brief des Klinischen Ethikkomitees der RoMed Kliniken an das Bundesministerium für Gesundheit unter Bundesminister Hermann Gröhe. In dem fünfseitigen Schreiben bittet das Komitee im Namen aller Patienten und Klinikmitarbeiter eindringlich um eine Verbesserung der Situation, verbunden mit der Frage, ob es richtig sein kann, ein so zentrales Gut unserer Werteordnung den Mechanismen der Wettbewerbswirtschaft auszusetzen.
Regionalpolitisch wurde die Aktion ebenfalls stark unterstützt, unter anderem von Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und der Dritten Bürgermeisterin, Dr. Beate Burkl, sowie Stadtrat Robert Metzger, Erster Bürgermeister der Stadt Bad Aibling, Felix Schwaller und der Dritten Bürgermeisterin Kristin Sauter, wie auch Zweiter Bürgermeister der Stadt Wasserburg, Werner Gartner, Bezirksrat Sebastian Friesinger und Erster Bürgermeister von Eiselfing, Georg Reinthaler. „Wir stehen hinter unseren kommunalen Krankenhäusern!“, beteuerte Gabriele Bauer. Allerdings betonte sie auch, dass die Kliniken auf Dauer nicht durchhalten werden, wenn der Gesetzentwurf so, ohne Nachbesserungen, verabschiedet wird.

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