Der Mann, dem die Landräte vertrauten

19.05.2020 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten

Matthias Rahm in den Ruhestand verabschiedet

Matthias Rahm ist das, was man ein Urgestein nennt. Er gehörte fast schon zum Inventar des Rosenheimer Landratsamtes, auch wenn er eher selten im Haus war. Seine Aufgabe war es, die Landräte zu fahren und sicher an ihr Ziel zu bringen. Insgesamt 41 Jahre hat er dies getan. Jetzt ist Matthias Rahm mit einem Geschenk aber ohne Händedruck in den Ruhestand verabschiedet worden.

Matthias Rahm hatte zunächst in der Poststelle des Landratsamtes gearbeitet und war als zweiter Fahrer vorgesehen. Nachdem der eigentliche Fahrer zwei Jahre später in den Ruhestand ging, übernahm Rahm das Steuer. Es war das Steuer eines blauen Mercedes mit dem er Josef Neiderhell senior durch den Landkreis oder zu Besprechungen nach München fuhr. Alle anderen Landräte danach nahmen in einem BMW Platz.

Max Gimple konnte sich 24 Jahre darauf verlassen, dass er sicher ans Ziel kommt. Josef Neiderhell fuhr er anschließend sechs Jahre und zuletzt Wolfgang Berthaler sowie nach dessen Sturz auch seinen Stellvertreter Josef Huber. Er ist immer unfallfrei gefahren, darauf ist Rahm stolz. Auch darauf, dass er mit allen Landräten ein „super Verhältnis“ hatte. Das ist wichtig, wenn man so viele Stunden gemeinsam im Auto verbringt. Mit vielen ist er bis heute freundschaftlich verbunden.
Wenn es Corona zulässt, will er sich in seinem Ruhestand wieder intensiver um seine liebsten Hobbys kümmern. Neben seinen beiden Enkelkindern ist das der Fußball in Westerndorf St. Peter. Seit 33 Jahren ist er hier Abteilungsleiter. Und wenn es ihm doch irgendwann langweilig werden sollte? „Dann suche ich mir vielleicht einen Nebenjob, einen, bei dem ich fahren kann“, so Rahm.

Wer in Zukunft den neuen Landrat Otto Lederer zu seinen Terminen fährt, ist noch nicht entschieden. Was ein guter Fahrer mitbringen muss, das weiß Matthias Rahm nach seinen 41 Jahren hinterm Steuer ganz genau: „Pünktlichkeit ist das Wichtigste, sicheres Fahren und natürlich Verschwiegenheit.“

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