Manipulierte Abgasreinigung – Zahlungsklage gegen VW eingereicht

08.08.2017 • Aktuelles, Kurznachrichten

Der Diesel-Betrug ist der größte Umwelt- und Industrieskandal der jüngeren deutschen Geschichte.

Eine stark verunsicherte und enttäuschte Käuferin, die im letzten Jahr bei einem Autohändler in Miesbach einen Tiguan erworben hat, macht gegen die Volkswagen AG einen Schadensersatzanspruch geltend. Die Klage wurde am 3. August 2017 beim Landgericht in Traunstein eingereicht.

Inhalt der Klage: Erstattung von Kaufpreis nach Diesel-Rückgabe

Bereits die Erkenntnisse aus den Veröffentlichungen der Presse zeigen, dass der Volkswagen-Konzern die Käufer von Diesel-Fahrzeugen bewusst getäuscht hat. „In der Klage gegen die VW AG geht es darum, gegen Rückgabe des Fahrzeuges, den Kaufpreis erstattet zu bekommen”, so Rechtsanwalt Dr. Jürgen Klass. „Für viele Dieselbesitzer wird dies in der nächsten Zeit der Weg sein, sich von ihrem Fahrzeug zu trennen und eine deutlich höhere Erstattung zu erhalten, als dies bei einem Verkauf im Moment möglich wäre.”

Hintergründe im Skandal

Diesel-Fahrer haben die Möglichkeit, sich zu wehren und den von der Industrie verursachten Schaden ersetzt zu bekommen. Viele deutsche Gerichte haben inzwischen geurteilt, dass zum Beispiel der Volkswagen-Konzern die Käufer von Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Skoda, Seat und Porsche arglistig getäuscht hat und daher gegen Rückgabe des Diesel-Fahrzeugs den Kaufpreis erstatten muss.
Das Oberlandesgericht München hat darüber hinaus auch bezweifelt, dass die „Nachrüstaktionen“ bei betroffenen Fahrzeugen überhaupt zu einer Verbesserung der Situation geführt haben.
Betroffene Kunden, deren Neu- und Gebrauchtwagen nach dem Diesel-Skandal an Wert verloren haben, können damit von den Hersteller-Gesellschaften Volkswagen AG, Audi AG, Skoda AG, Seat AG und Porsche AG, den finanzierenden Auto-Banken oder den Händlern entsprechenden Schadensersatz verlangen.

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