Mangelnde Bewerber bei Azubis

11.05.2021 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Wirtschaftsbarometer : Geschäftslage trübt sich weiter ein

Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometer Rosenheim, belegen eine weiter verschlechterte Geschäftslage. Mit einem Saldo aus positiven und negativen Bewertungen von + 12,4 wird sie zwar noch leicht positiv bewertet, fiel aber zum Vormonat um neun und zum Vorjahr um 25 Punkte. Die Vorjahresumfrage erfolgte kurz vor dem ersten Lockdown.

Die Lageeinschätzung im Stadt- und Landkreis Rosenheim, im Rahmen dieser monatlichen Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der TH Rosenheim, fiel damit unter die vergleichbaren Werte des ifo-Institutes für Deutschland. Hier erreichte der Saldo + 16,4 und verbesserte sich zum Vormonat um elf Punkte.
Die gleiche Tendenz ist für die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate festzustellen. Diese werden im Wirtschaftsbarometer leicht schwächer eingeschätzt (+ 11,6) als im Vormonat (+ 12,2), allerdings erheblich besser als vor Jahresfrist mit – 13,0.
Wie die Lagebeurteilung verbesserten sich die Geschäftserwartungen laut ifo auf + 15,1 nach + 9,1 im Januar. Durch die erheblich verbesserten Teilkomponenten konnte sich auch der Geschäftsklimaindex des ifo-Institutes spürbar verbessern, dies vor allem durch eine Erholung im verarbeitenden Gewerbe.
In der aktuellen Frage des Monats wurden die teilnehmenden Unternehmen des Wirtschaftsbarometers befragt, wie sich die Anzahl der Ausbildungsplätze in ihren Unternehmen entwickeln werden. Lediglich neun Prozent beabsichtigen eine Erhöhung, dagegen planen elf Prozent eine Reduktion. Dieses Ergebnis ist etwas günstiger als vor einem Jahr kurz vor dem ersten Lockdown. Damals planten 15 Prozent der Unternehmen, Ausbildungsplätze zu reduzieren und nur acht Prozent diese zu erhöhen.

Bei einer näheren Betrachtung der Gewerbezweige sticht aktuell das verarbeitende Gewerbe hervor, in dem jedes fünfte Unternehmen angab weniger ausbilden zu wollen. Dies wurde von keinem Teilnehmer aus dem Einzelhandel genannt, allerdings planen in diesem Bereich 22 Prozent mehr Ausbildungsplätze anzubieten.
Auf die Frage, was für die Unternehmen die größten Hindernisse sind, um mehr Ausbildungsplätze anzubieten, antwortete fast jedes dritte, dass sie keine Bewerber finden. Die schlechte Vorbildung der Bewerber ist für 28 Prozent ein wichtiger Grund. Erst an dritter Stelle folgt die Antwortmöglichkeit keine Hindernisse zu haben von 24 Prozent.
In den vergleichbaren Umfragen zu diesem Thema waren es im Vorjahr jedoch noch 32 Prozent und im Jahr 2019 39 Prozent.

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