Blick in die Ausstellung der Galerie.

Malerei und grafische Plastiken

24.08.2016 • Aktuelles, Kultur, Lk Rosenheim

Werke von Paul Havermann und Monika Supé in der Galerie Bruckmühl

Ab 11. September zeigt die Galerie Markt Bruckmühl bis 16. Oktober Malerei von Paul Havermann und grafische Plastiken von Monika Supé.

Paul Havermann, Jahrgang 1951, studierte Kunstgeschichte und Pädagogik an der LMU München und Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München. Anlässlich der Jubiläumsausstellung zum 20-jährigen Bestehen seines Ateliers schrieb die Süddeutsche Zeitung über den Künstler „der ehemalige Kunsterzieher am Ignaz-Taschner-Gymnasium in Dachau zählt zu den arrivierten Vertretern der Bildenden Kunst, die sich einerseits ihrer Heimat verpflichtet fühlen, andererseits aber die Enge der kulturpolitischen Ansichten thematisieren. Der Rudi-Tröger-Schüler wandelt in seiner Kunst zwischen minimalistisch anmutender Farbfeldmalerei und teils gestisch aufgeladenen Bildern“. Im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit steht bei Paul Havermann die Farbe. Kräftig leuchtend, großzügig aufgetragen, vermitteln die Farben Stimmungen und Emotionalität. Sie ziehen so den Betrachter in ihren Bann. Havermann bindet in seine Farb-Form-Sprache häufig Elemente des Impressionismus ein; sie verleihen den Arbeiten eine zusätzliche Tiefe, geradezu eine heitere, harmonische Atmosphäre. „Ich betrachte die Inszenierung von Harmonie immer als Prozess und Interaktion. Ich möchte zu dieser realen Welt eine Parallelwelt, eine Art Idealwelt, besser Kunstwelt schaffen, nicht als Abwesenheit des Widerständigen“, sagt der Künstler über seine Arbeit. Überregionale Anerkennung genießt er auch wegen seiner Verbindung von Architektur und Bildender Kunst. Seine Arbeiten sind seit 1978 in Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Paul Havermann lebt und arbeitet in Dachau.

Monika Supé, Jahrgang 1967, studierte Architektur an der TU München und promovierte an der TU Kaiserslautern zum Thema des visuellen Wahrnehmungstrainings. Ihre künstlerischen Arbeiten sind seit 1992 in Ausstellungen vertreten. Steht bei Paul Havermann die Farbe im Zentrum, gilt das Interesse von Monika Supé vor allem dem „Raum“, unserem Verhältnis zum Raum und dem Phänomen „Zeit“. Es beschäftigen sie Fragen wie zum Beispiel: was ist Raum und was Körper; was ist innen, was außen; wann fühlt der Mensch sich „in“ etwas aufgehoben und wann „aus“ etwas ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund entstehen neben Zeichnungen meist dreidimensionale Arbeiten, vorwiegend aus linearen Materialien, wie Fäden, Gummibändern und vor allem Draht. Mit diesen Materialien wird gestrickt und gehäkelt, sie werden gespannt und gebogen. So entwickelt sie plastische Grafiken, hüllenartige oder kokonartige Formen und Gebilde, die beleuchtet wieder zweidimensionale Schattenzeichnungen entstehen lassen. Zeichnungen wie Objekten ist eines gemeinsam: über das Lineare lässt sich der Verlauf von Zeit abbilden und wird so nachvollziehbar. Die Kunsthistorikerin Cornelia von Detten schreibt hierzu: „Es ist geradezu ein Charakteristika der Arbeiten von Monika Supé, dass die zeitliche Dauer des Entstehungsprozesses an den Drahtplastiken förmlich ablesbar ist. Somit speichert das gehäkelte Gewebe zeitliche Prozesse. Es speichert Zeit.“ Die Arbeiten von Monika Supé fordern auch vom Betrachter Zeit, nur bei genauem Hinsehen hat er die Chance, allen ihren Dimensionen nachzuspüren und ihre volle Faszination zu erleben. Sie lebt und arbeitet in Hohenschäftlarn.

Die Öffnungszeiten: mittwochs von 14 bis 18 Uhr, samstags und sonntags jeweils von 11 bis 18 Uhr.

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