Eines der Werke der interantional anerkannten Künstlerin Inge Dick, die jetzt auch in Rosenheim ausstellt.

Licht, Zeit und Farbe

22.01.2014 • Aktuelles, Kultur, Stadt Rosenheim

„INGE DICK licht weiss“ beim Kunstverein in Rosenheim

Eine Ausstellung mit Werken der renommierten österreichischen Künstlerin Inge Dick wird im Kunstverein Rosenheim am Donnerstag, 23. Januar, um 19 Uhr eröffnet. Elisabeth Mehrl, Vorsitzende KV Rosenheim, begrüßt Interessierte zu „INGE DICK licht weiss – Fotoarbeiten zu herbst licht und sommer licht weiss“. Prof. Dr. Martin Hochleitner, Leiter des Salzburg Museum, hält den Eröffnungsvortrag. Die Künstlerin erhielt zahlreiche Preise, Auszeichnungen und Stipendien. Ihre Werke befinden sich in wichtigen Museen und öffentlichen Sammlungen, u. a. im Guggenheim Museum New York, Kunst Museum Bonn, Museum Ludwig Köln und dem Lenbachhaus München.

Die Untersuchung von Licht, Zeit und Farbe ist das entscheidende Prinzip von Inge Dicks künstlerischer Arbeit. Sie zählt mit ihren Fotoprojekten, ausgeführt mit großen Polaroid-Kameras oder mit ihren Filmprojekten „zinnober“ (2007) und „blau unendlich“ (2010) zu den renommiertesten Vertreterinnen der österreichischen Gegenwartskunst sowie zu den ausgefallenen Positionen der zeitgenössischen experimentellen Fotografie und Filmarbeit.

All ihren Werkserien liegt die Intention zugrunde, die konstituive Präsenz von Licht sichtbar zu machen. Licht als immaterielles Material wird bei ihr bildhaft. In jahrelanger fast wissenschaftlicher Akribie ist es der Künstlerin gelungen, die Substanz des Lichts einzufangen und das Licht zu visualisieren. „herbst licht und sommer licht weiss“ dokumentieren die Licht- und Farbveränderungen einer weißen Fläche, die zu den verschiedenen Jahreszeiten jeweils über drei Tage hinweg gefilmt wurde. 

Dabei blieb die Kamera unverändert mit gleicher Einstellung auf der weißen Fläche, die an einem neutralen Ort ohne direkte Lichteinstrahlung platziert war. Das Ergebnis war je ein zirka 55-Stunden-Film, der „alle Farben spielt“.
Die ausgestellten Stills wandeln den Film wieder zurück in Fotografie. Die Werke zeigen aneinandergereihte Farbstreifen – die Farbigkeit des Lichts – die Inge Dick aus dem umfangreichen Filmmaterial herausgezogen und zu einprägsamen Bildern zusammengefügt hat. Anhand der Timecodes lässt sich die Uhrzeit der Lichtaufnahmen nachvollziehen und die Zeit ist diesen Momentaufnahmen somit unabdingbar eingeschrieben. In komprimierter Form offenbaren die poetischen Filmstills von Inge Dick das farbige Lichtspektrum mehrerer Tage.

Die minimalistisch anmutenden Werke Inge Dicks schließen einen Bezug zur Dingwelt aus, sind aber dennoch Abbilder der Realität. Inge Dicks Bilder führen uns auch den Lauf der Zeit vor Augen und sie fordern unsere Wahrnehmung heraus bzw. erinnern uns daran, dass, „eine unzureichende Sinneswahrnehmung die Unendlichkeit nicht widerlegt“ ( Giordano Bruno).

Inge Dick, 1941 in Wien geboren, seit 1971 freischaffende Künstlerin, lebt in Innerschwand am Mondsee (Oberösterreich). Am 14. Februar findet um 19 Uhr eine Sprechperformance mit Bodo Hell „Zum Thema“ statt. Der österreichische Schriftsteller setzt sich mit den Arbeiten von Inge Dick sprachlich auseinander. Bodo Hell, 1943 in Salzburg geboren, lebt in Wien und am Dachstein.

Die Ausstellung dauert bis zum 2. März, die Öffnungszeiten sind Donnerstag 9 bis 13 Uhr, Freitag und Samstag 14 bis 17.30 Uhr und Sonntag 11 bis 17.30 Uhr.

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