Organspender sind dringend gesucht. Foto: i-stock

Leidtragende sind die, die auf der Warteliste stehen!

16.07.2014 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Plädoyer pro Organspende

Ein leidenschaftliches Plädoyer pro Organspende lieferte der leitende Transplantationschirurg des Klinikums Großhadern, Priv.-Doz. Dr. Manfred Stangl auf der zehnten Oberbayerischen Interdisziplinären Nephrologietagung im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim und riss damit die Zuhörer in seinen Bann. „Der Organspendeskandal ist eigentlich ein Leber-Wartelisten-Skandal gewesen und weder die Patienten, noch die Nierentransplanteure können etwas dafür!“

In Bayern ist die Zahl der Transplantationen am meisten zurückgegangen. Grund ist die zwar verständliche, aber unangebrachte Zurückhaltung bezüglich der Organspendebereitschaft.

Auch Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer betonte: „Ich bin eine eifrige Werberin für die Organtransplantation, da dadurch unendliches Leid verhindert werden kann!“

In ihrem Grußwort blickte die Oberbürgermeisterin auf die Anfänge der Nephrologie in Rosenheim zurück. So wurde die erste Hämodialyse 1969 im damaligen städtischen Krankenhaus durchgeführt. Bei den ersten Dialysegeräten handelte es sich um sogenannte Tanknieren, wovon es drei Stück gab. Die medizinische Versorgung von Dialysepatienten war seinerzeit noch mit großen Schwierigkeiten verbunden. So ist es ein großer Fortschritt, dass sich heutzutage Dialysepatienten ihre Urlaubsorte danach auswählen können, ob es in der Nähe Dialysemöglichkeiten gibt.

Dr. Andreas Thiele, leitender Arzt des KfH Nierenzentrums am RoMed-Klinikum Rosenheim, vermeldete in seiner Begrüßung einen neuen Besucherrekord: 140 Ärztinnen und Ärzte hatten sich zur Jubiläumsveranstaltung eingefunden. Schwerpunktthemen der Tagung waren unter anderem das akute Nierenversagen, die Nierenersatzverfahren, nephrologische Kasuistiken (Betrachtung von Einzelfällen) aus der Praxis, sowie der Stellenwert der Nierenarterienablation zur Behandlung von schwerem Bluthochdruck.

 

 

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