Lebensgefährliche Stiche

03.09.2014 • Aktuelles, Kurznachrichten

„ADAC gelbhilft“ warnt vor Bienen- und Wespenstichen

Jetzt im Spätsommer und Herbst sind Bienen und Wespen wieder besonders aktiv. Was tun, wenn die Insekten zustechen? Von den ersten Anzeichen bis zum lebensbedrohlichen „anaphylaktischen Schock“ nimmt das Notfallbild oft einen rasant schnellen Verlauf. „ADAC gelbhilft“ hat deshalb wichtige Hinweise zur Ersten Hilfe zusammengestellt.
Normalerweise bereitet ein Insektenstich keine Probleme. Steckt der Stachel noch in der Haut, sollte man ihn mit einer Pinzette vorsichtig herausziehen, ohne die Giftblase am hinteren Ende auszudrücken, und anschließend die Einstichstelle kühlen. Anders bei einer allergischen Reaktion: In dem Fall treten sehr schnell nach dem Kontakt mit dem Gift erste Symptome auf. Deutliche Warnsignale sind Quaddeln und Schwellungen am ganzen Körper – nicht nur an der Einstichstelle, Juckreiz, Kratzen im Hals, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schwindel, Übelkeit sowie Atemnot bis hin zur Bewusstlosigkeit. Bereits bei den ersten Anzeichen sollten Angehörige nicht zögern und sofort den Rettungsdienst unter der Rufnummer 112 alarmieren. Wichtig: Den Betroffenen beruhigen und keinesfalls alleine lassen. Leidet der Patient nicht unter Atemnot, sollte man ihn hinlegen und mit hochgelagerten Beinen in die Schocklage, bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung in die stabile Seitenlage bringen. Im Extremfall kann es auch zum Herz-Kreislauf-Stillstand kommen.

Bei Stichen in den Mund- und Rachenraum besteht die Gefahr, dass die Atemwege zu schwellen. In dem Fall Eiswürfel lutschen lassen und kalte Umschläge um den Hals legen. Damit es gar nicht so weit kommt, sollte man im Freien Flaschen gut wiederverschließen, Gläser abdecken und vor dem Trinken nochmals kontrollieren.
Besondere Vorsicht ist bei Kindern geboten: Bei einem Stich in den Hals oder Rachen schwellen ihre Atemwege noch schneller zu als bei Erwachsenen. Eltern sollten deshalb darauf achten, dass Kinder Getränke im Freien nur mit einem Strohhalm zu sich nehmen.

Erste-Hilfe-Kurse

Wer sich in den Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht sicher ist, kann seine Kenntnisse in einem Kurs von „ADAC gelbhilft“ auffrischen. Informationen, Standorte und Termine stehen im Internet unter www.adac-gelbhilft.de oder können kostenfrei unter Telefon 08 00/5 19 22 22 erfragt werden.

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