Was wird aus dem Kunstrasenplatz?

29.10.2019 • Aktuelles, Kurznachrichten

Bayerische Sportämter tagen in Rosenheim

Geht es wegen der Plastik-Diskussion den Kunstrasenplätzen an den Kragen? Das war die wichtigste Frage bei der Herbsttagung der Leiterinnen und Leiter aus rund 50 bayerischen Sportämtern.

Darüber hinaus stand der gemeinsame Austausch mit Vertretern des Innenministeriums und des Bayerischen Städtetags zu aktuellen Themen der Sportförderung und Sportpolitik auf dem Programm. Das zweitägige Treffen fand erstmals in Rosenheim statt.
Den städtischen Sportverantwortlichen bereitet das von der Europäischen Chemikalienbehörde (ECHA) geplante Verbot von Kunststoffgranulat auf Kunstrasenplätzen erhebliche Sorgen. Das Granulat kann durch Platznutzung, Wind oder Regen abgetragen werden und die Umwelt mit kleinen Plastikpartikeln verunreinigen.

In Rosenheim sind derzeit vier Kunstrasenplätze mit Granulat in Betrieb. Bei einem Verbot des Kunststoffgranulats würden die Plätze ihre Funktionalität verlieren und wesentlich schneller verschleißen. Bei der Rosenheimer Tagung wurde deutlich, dass der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sich für die Einführung einer Übergangsfrist für bestehende Anlagen einsetzen. Die Übergangszeit könnte von der Industrie genutzt werden, um Ersatzmaterialien für das Kunststoffgranulat zu entwickeln. Die Städte würden das Material dann nach und nach austauschen.

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