Alexa Hubert (rechts) besuchte Teilnehmer des Kletterprojektes, das Ute Hoffmann auch für Rosenheim ins Leben gerufen hat. Foto: Sparkassenstiftungen Zukunft

Klettern für mehr Selbstvertrauen

23.06.2015 • Nachrichten

Aktion Aufwind unterstützt Projekt für jugendliche Flüchtlinge

Sie haben für uns Unvorstellbares erlebt in ihrer Heimat, auch während ihrer Reise nach Europa: Jugendliche Flüchtlinge aus Afghanistan, Somalia, Eritrea oder Syrien, die nun teils isoliert oder ohne Familienangehörige in den Rosenheimer Clearingstellen oder Wohngruppen leben. Viele von ihnen sind traumatisiert. Um ihnen ein „Stück Normalität“ und Selbstvertrauen zurückzugeben, unterstützt die Aktion Aufwind das Kletterprojekt für jugendliche Flüchtlinge in Rosenheim. Ins Leben gerufen wurde es von der Samerbergerin Ute Hoffmann mit ihrem Unternehmen ,,vision.wandel“, gemeinsam mit der Jugend- und Familienhilfe Startklar. Erstmals finanziert wurde es durch das Firmenevent ,,b2climb“. Das Kletterprojekt lädt jugendliche Flüchtlinge dazu ein, alle zwei Wochen zum Klettern in die Kletterhalle Rosenheim zu kommen. Sie werden dabei von professionellen Trainern angeleitet und kommen untereinander intensiv in Kontakt, unabhängig von ihren kulturellen Hintergründen. „Gemeinsames Klettern stabilisiert, wenn in unsicheren Umständen das Gefühl von Sicherheit fehlt“, so erklärt Ute Hoffmann, die selbst leidenschaftlich gerne klettert, den therapeutischen Effekt. Es ist immer jemand da, der sichert, auf den man sich verlassen kann.

„Ich erlebe die Jugendlichen sehr motiviert, wissbegierig und dankbar für solche Angebote“, berichtet die Unternehmensberaterin, die schon in München bei einem ähnlichen Projekt positive Erfahrungen gesammelt hat.
Ziel der Initiatorin ist es, das Projekt langfristig zu etablieren und anzubieten. Zunächst kommt ein Großteil der Förderung von der Aktion Aufwind, einem Projekt der Sparkassenstiftungen Zukunft für die Stadt und für den Landkreis Rosenheim in Zusammenarbeit mit der Diakonie Rosenheim und der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege.
„Uns hat das Engagement der Initiatoren und der positive Effekt für die jugendlichen Flüchtlinge überzeugt“, erklärt Alexa Hubert von den Sparkassenstiftungen Zukunft die Beteiligung. Deswegen werden die Kosten für den Eintritt in die Kletterhalle, für das Ausleihen der Kletterausrüstung und zum Teil auch für die Betreuung übernommen.

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