Kirchenführung in Urschalling

11.06.2019 • Aktuelles, Kultur, Lk Rosenheim

Kleinod einmal im Monat zu besichtigen

Auf einer Anhöhe, die sich westlich vom Chiemsee erhebt, entstand im 9./10. Jahrhundert ein kleines Haufendorf. Im Laufe der Zeit wandelte sich die Bezeichnung von Uschalchen über Uescheling zum heutigen Urschalling, einem Ortsteil von Prien am Chiemsee. Im zwölften Jahrhundert errichteten hier die Grafen von Falkenstein eine Burgkapelle, die nahezu unverändert fast neun Jahrhunderte überstand.

Am Donnerstag, 20. Juni, begleitet die Gästeführerin Helga Schömmer Interessierte durch das romanische Kirchlein Sankt Jakobus und berichtet über die einzigartige Geschichte dieses sakralen Bauwerks. Der romanischen Erstausmalung folgte 1420 der gotische Bilderzyklus – heute zählen die vorliegenden Fresken zu den besterhaltenen im oberbayerischen Raum. Diesem zweiten Bilderzyklus gehört die Abbildung der messianischen Weissagung im Kreuzgratgewölbe des Chorjoches an. Hier ist auch die weltberühmte Dreifaltigkeitsdarstellung zu sehen. Die Einheit im Körper mit zwei Händen, bekleidet mit einem Hauptgewand und einem umhüllenden Mantel; die Dreiheit in den Häuptern und dem darauf verteilten göttlichen Nimbus mit je einem Hauptstrahl. Zur Rechten Gott Vater, zur Linken Christus und in der Mitte vermeintlich und umstritten ein frauenhaft anmutender Heiliger Geist. Die einstündige Kirchenführung findet einmal monatlich donnerstags statt, demnächst am 20. Juni. Weitere Termine sind der 18. Juli, 22. August, 19. September und 17. Oktober. Treffpunkt ist jeweils um 18 Uhr an der Kirche. Keine Anmeldung und keine Mindestteilnehmerzahl. Bitte beachten, dass es in der Kirche kühl ist. Anschließend Einkehr in der gegenüberliegenden „Mesnerstubn“ möglich. Bei Fragen kann man sich direkt bei Helga Schömmer unter Telefon 0 80 51/51 30 melden. Weitere Informationen gibt es im Tourismusbüro Prien unter Telefon 0 80 51/69 05-0 oder info@tourismus.prien.de sowie im Internet unter www.tourismus.prien.de. Detaillierte Auskünfte kann man dem Heft „Führungen 2019“ entnehmen.

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