Keine Toleranz mehr für die „Auto-Poser“

22.08.2017 • Aktuelles, Kurznachrichten

„Runder Tisch“ berät über Maßnahmen gegen „unbelehrbare Minderheit“

Die Polizei und die zuständigen Behörden der Stadt und des Landkreises Rosenheim gehen nun gemeinsam, gezielt und konsequent gegen die hiesige „Auto-Poser-Szene“ vor.
Bereits im Juli trafen sich auf Initiative und Einladung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd alle zuständigen Behörden, um über ein miteinander abgestimmtes, konzertiertes und zielgerichtetes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der „Auto-Poser-Szene“ in Stadt und Landkreis Rosenheim zu beraten.

Dieser „Runde Tisch“ aus Polizeipräsidium, den Polizeiinspektionen Rosenheim, Bad Aibling, Wasserburg, der Verkehrspolizei Rosenheim sowie den Führerscheinstellen, Ordnungsämtern und unteren Verkehrsbehörden der kreisfreien Stadt und des Landkreises Rosenheim vereinbarte dabei ein repressives und personenorientiertes Vorgehen gegen bis zu 20 Mehrfachtäter, welche überwiegend im Landkreis Rosenheim wohnen und regelmäßig im Ballungsraum Rosenheim, Kolbermoor, Bad Aibling sowie in Wasserburg in Erscheinung treten.

Alle Beteiligten waren sich in der Auftaktsitzung einig, dass alle rechtlichen Möglichkeiten und Mittel behördenübergreifend ausgeschöpft werden müssen, um die wiederholt auffälligen Personen möglichst dauerhaft aus dem Verkehr zu ziehen.

Um die Ermittlungen und Maßnahmen in diesem Bereich stärker zu bündeln und besser zu koordinieren, richtete das Polizeipräsidium Oberbayern Süd eine zentrale Ermittlungsgruppe mit dem Namen „EG Auto-Poser-Szene RO“ ein. Sie ist bei der Polizeiinspektion Rosenheim angesiedelt, wird von den umliegenden Dienststellen unterstützt und hält intensiven Kontakt und Austausch mit der Staatsanwaltschaft sowie mit den Führerscheinstellen.

Die Ermittlungsgruppe bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner, Wahrnehmungen (etwa illegale Straßenrennen, Beschleunigungsmanöver, Lärmbelästigungen) umgehend und wenn möglich mit Orts-/Richtungsangabe und Kfz-Kennzeichen zu melden.

Die Polizei betont in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass es nicht darum geht, Angehörige der Tuning-Szene pauschal in ein schlechtes Licht zu rücken. Es geht ausschließlich darum, eine Minderheit von „Auto-Posern“ zu verfolgen, die ohne Unrechtsbewusstsein öffentliche Straßen und Innenstädte als ihre privaten Renn- und Poser-Strecken missbraucht.

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