Die umgelegten Bäume als Totholz im Naturschutzgebiet.

Keine brütenden Vögel gestört

14.05.2019 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten

Mit Ausnahmegenehmigung wurden bruchgefährdete Bäume am Langbürgner See gefällt

Mit Sorgfalt und Augenmaß wurden an der Badestelle bei der Wasserwachtshütte am Langbürgner See vergangene Woche Baumfällarbeiten zur Erhaltung der Verkehrssicherheit durchgeführt. Da die Arbeiten in der Vogelbrutzeit stattfanden, wurden sie vom Gebietsbetreuer der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte, Patrick Guderitz als Sachverständiger, ökologisch begleitet.

Einige akut bruchgefährdete Bäume mussten umgehend gefällt werden. Zuvor hatte sie Patrick Guderitz nach Fledermäusen und brütenden Vögeln abgesucht, konnte aber nichts feststellen. Mit einer Ausnahmegenehmigung der höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Oberbayern konnten die Bäume dann kurzfristig gefällt werden.

„Aus naturschutzfachlicher Sicht ist es zwar schade, dass die Bäume nicht stehenbleiben konnten, sie haben aber trotzdem noch einen Nutzen für die Natur“, so Guderitz. Mit Einverständnis des zuständigen Försters bleiben die umgelegten Bäume als Totholz im Naturschutzgebiet und dienen so in den kommenden Jahren unterschiedlichsten Arten, wie beispielsweise Grau- und Schwarzspecht oder verschiedenen Insektenarten, als Nahrungs- und Fortpflanzungshabitat.
Weil mehr Sonnenlicht als bisher den Boden erreicht, werden sich schon bald aufstrebende Jungbäume nahtlos in die Landschaft des Naturschutzgebietes einfügen.

Die Aktion hatte zudem noch einen weiteren positiven Nebeneffekt. Mithilfe des Traktors der sehr hilfsbereiten Waldarbeiter konnten falsch abgelegte Fichtenstämme aus einem in der Nähe gelegenen Biotop entfernt werden.

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