Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (rechts) und Bibliotheksleiterin Susanne Delp überreichen den Literaturpreis an Christian Lorenz Müller. Foto: Sieberath

Jonglieren mit Wörtern

19.03.2014 • Aktuelles, Kultur, Stadt Rosenheim

Rosenheimer Literaturpreis für Christian Lorenz Müller

Er ist gebürtiger Rosenheimer und gelernter Trompetenbauer, er ist verheiratet, lebt in Salzburg, ist Initiator und Organisator der „Literaturgärtnerei“ in seiner Wahlheimat und: – Er ist Rosenheims jüngster Literaturpreisträger.
Er – das ist Christian Lorenz Müller, im Jahr 1972 in der Stadt Rosenheim geboren und in der Gemeinde Brannenburg aufgewachsen. Nun wurde er in der Rosenheimer Stadtbibliothek mit dem Rosenheimer Literaturpreis 2014 im Beisein zahlreicher Gäste ausgezeichnet.

Zur Zeit ist zweiter Roman in Arbeit

Wenngleich er schon als Jugendlicher ein besonderes Faible für das Spiel mit Wörtern hatte und seine Gedanken in Tagebüchern festhielt, begann er erst Mitte 20 mit dem „beruflichen“ Schreiben. Seinem Erstlingswerk, dem Lyrikband „Ohrmuscheltauchen“, folgte das Werk „Die Klippen des Grasmeeres“, ein Reisebericht aus dem Kaukasus.
Im Jahr 2010 erschien sein viel gelobter erster Roman „Wilde Jagd“ im Hoffmann Campe Verlag. Das Buch wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Zur Zeit arbeitet der ruhige, sympathische Schriftsteller an seinem zweiten Roman. Titel des Werks ist: „Landschaftslust“.

„Wenn man Bücher dieses Autors liest, merkt man sofort, da schreibt einer, der einfach scheiben muss“, sagte Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauerin in ihrer Laudatio.
Anschließend überreichte Rosenheims Stadtoberhaut an den Schriftsteller Christian Lorenz Müller den mit 4000 Euro dotierten Rosenheimer Literaturpreis.
Im Dialog mit seinem Kollegen Dr. Alois Prinz, der im Jahr 2007 mit dem Rosenheimer Literaturpreis ausgezeichnet worden war, erfuhren die geladenen Gäste einiges über das Leben und Denken des Preisträgers:
„Ich würde Schreiben für mich nicht als Berufung sondern als einen Beruf, den ich sehr gerne mache, bezeichnen“, so Müller.

Mit wie viel Sprachgefühl er mit Wörtern jongliert, Stimmungen einfängt und Bilder erschafft, das demonstrierte Müller mit seinem Abschlussgedicht, „das an Madlon Köpfler gerichtet ist, die mich schon lange begleitet“, in dem ein Blitzgewitter aus Forsythienblüten den Frühling nebst Frühlingsgefühlen einläutet. Musikalisch umrahmt wurde der mit Unterstützung des Fördervereins der Stadtbibliothek veranstaltete Festabend von der Band „Two for you“. Claudia Sieberath

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