Jetzt sind Sie dran!

12.03.2014 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Kommunalwahlen am Sonntag entscheiden über unsere Volksvertreter

Wer auf unsere Politik schimpft und jetzt nicht zur Wahl geht, der sollte für die nächsten vier Jahre schweigen – so könnte man meinen, denn am kommenden Sonntag hat in Bayern der Wähler wieder einmal die Gelegenheit, seine direkten Volksvertreter zu wählen. Sie bestimmen, wer in unseren Gemeinde-, Stadt- und Kreisräten künftig das Sagen hat, wer Bürgermeister wird oder Landrat. Nutzen Sie Ihre Chance und entscheiden Sie mit, in welche Richtung unsere Politik geht.

ie Wahl selbst ist diesmal ziemlich umfangreich: In den meisten Gemeinden beziehungsweise Städten gibt es vier Stimmzettel: für die Wahl des Bürgermeisters, der Gemeinderats- oder Stadtratsmitglieder, des Landrats und der Kreisräte. In kreisfreien Städten entfallen die Stimmzettel für Landrat und Kreisräte.

Jede stimmberechtigte Person hat bei der Wahl der Ersten Bürgermeister und der Landräte jeweils eine Stimme.
Erhält ein Kandidat in diesem ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, also derjenige, mit mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen, dann ist er gewählt. Erhält kein Kandidat die absolute Mehrheit…

… findet zwei Wochen später – am 30. März – eine Stichwahl statt. Dort treten die beiden Personen mit den meisten Stimmen gegeneinander an, wer dann wiederum die meisten erreicht, ist Bürgermeister oder Landrat.

Für die Wahl der Gemeinderatsmitglieder und Kreistagsmitglieder hat jede stimmberechtigte Person grundsätzlich so viele Stimmen wie Gemeinderatsmitglieder und Kreisräte zu wählen sind. Die Anzahl der Mandate ist abgestuft nach der jeweiligen Einwohnerzahl der Gemeinde beziehungsweise des Landkreises. Eine vorgeschlagene Liste kann über das Listenkreuz als Ganzes angenommen werden. Dadurch erhält jeder Bewerber in der darin aufgeführten Reihenfolge eine Stimme. Ist man mit einzelnen Kandidaten innerhalb der Liste nicht einverstanden, streicht man sie durch. Man kann seine Stimmen aber auch auf Bewerber verschiedener Listen verteilen. Dabei spricht man von „panaschieren“. Von „kumulieren“ ist die Rede, wenn man einem Kandidaten mehrere Stimmen gibt. Bis zu drei sind pro Bewerber möglich, dabei wird die Zahl – also 1,2 oder 3 – neben den Namen des Kandidaten geschrieben. Ganz oben auf dem Stimmzettel steht, wie viele Stimmen jeder Wähler hat.

Zur Feststellung des Wahlergebnisses werden alle Stimmen einer Liste zusammengerechnet. Die auf einen Wahlvorschlag entfallende Anzahl der Sitze in den Gremien wird ab den Gemeinde- und Landkreiswahlen 2014 nach dem Quotensystem von Hare-Niemeyer berechnet. Die einem Wahlvorschlag zustehenden Sitze werden den Bewerbern nach der Reihenfolge der bei der Wahl erhaltenen Stimmenzahl zugeteilt.

Bürgermeister/in in Rosenheim?

In Rosenheim als kreisfreier Stadt werden der Oberbürgermeister/die Oberbürgermeisterin und 44 Stadträte gewählt. Die Kandidaten heißen Gabriele Bauer (Amtsinhaberin CSU), Robert Metzger (SPD) und Franz Lukas (Bündnis 90/die Grünen). Diese drei treten an, um am 16. März die Wahl zum Oberbürgermeister für sich zu entscheiden.

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