Inklusionssportfest mit prominenter Beteiligung

28.07.2015 • Sport

Sportabzeichen-Tour machte in Rosenheim Halt

Die Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) machte in Rosenheim Halt. Es war der neunte Stopp und gleichzeitig das Finale der diesjährigen Veranstaltungsreihe. Für Alfons Hörmann, DOSB-Präsident, ist es wichtig, dass bereits im Schulalter mit dem Erringen des Sportabzeichens begonnen wird. Besonders Freude und Spaß sollen im Vordergrund stehen. Von jährlich 1,5 Millionen Bewerbern schaffen das Abzeichen in Gold, Silber und Bronze nur etwa 800 000. Es wird schon eine gewisse Leistung erwartet. Das Sportabzeichen in Deutschland gibt es bereits seit 1913.
Die Rosenheimer Veranstaltung im Jahnstadion stand auch im Zeichen der Inklusion. Behinderte und Nichtbehinderte waren aufgefordert das Sportabzeichen abzulegen. Nur noch in Berlin, Bremen und Kaiserslautern stand die Sportabzeichen-Tour in diesem Jahr im Zeichen der Inklusion, so Walter Mayr, BLSV-Vorsitzender Kreis Rosenheim.
Für Behinderte gelten natürlich andere Anforderungen, zugeschnitten auf den Grad der Behinderung. Doch auch sie bekommen das Sportabzeichen nicht geschenkt und haben so manches Mal an den geforderten Leistungen zu knabbern, wie Birgit Kober, Paralympics-Goldmedaillengewinnerin im Kugelstoßen und Speerwurf, erzählte. Sie fungierte auch als Moderatorin auf der Bühne.
Noch mehr Top-Sportler, die bei Paralympics-Spielen vielfache Goldmedaillengewinner sind waren gekommen, um mit 800 Schülerinnen und Schülern aus den Rosenheimer Schulen bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen das Sportabzeichen abzulegen.
Darunter waren Frank Busemann, Olympia-Silbermedaillengewinner im Zehnkampf, Gerd Schönfelder, 16-facher Paralympicssieger im Skifahren, Anna Schaffelhuber, Anna-Lena Forster, Georg Kreiter, Bernhard Kleinheinz, alle aus der Paralympics-Skinationalmannschaft.
Diese und noch mehrere andere Promisportler waren nur in Rosenheim bei der Abschlussveranstaltung dabei. Dass da natürlich die „Selfies“ der vielen Schüler Hochkonjunktur hatten und viele Autogrammwünsche erfüllt werden mussten, versteht sich von selbst. Wer nicht alle Disziplinen an diesem speziellen Tag erfolgreich absolvieren konnte hat die Möglichkeit, dies noch bei den Sportvereinen zu tun.
Ein Großaufgebot von Kampfrichtern und vielen Helfern aus mehreren Landkreisen waren gekommen und sorgten mit ihrer Erfahrung für einen reibungslosen Ablauf der sportlichen Großveranstaltung.
Albert Goike

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