Große Freude über die Auszeichnung (von links): Josef Huber, Matthias Ecke, Hans Loy, Marion Nebel-Doege, Anton Heindl und Christine Mayer. Foto: Schlecker

„Inklusion fordert ein Wir“

12.12.2017 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Goldene Rampe 2017 an Kaufhaus Karstadt verliehen

Ein kleines Kunstwerk mit hohem ideellen Wert ist die „Goldene Rampe“. Verliehen wird sie jedes Jahr an Personen und Institutionen, die sich in besonderem Maße für die Inklusion einsetzen. Heuer ging der Preis an das Kaufhaus Karstadt.

Ins Leben gerufen wurde die „Goldene Rampe“ vom Arbeitskreis „Inklusion behinderter Menschen“ in Stadt und Landkreis. Überreicht wurde die Auszeichnung diesmal im Karstadt-Lichthof. Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Bürgermeister, Stadträte und Vertreter von Behindertenorganisationen aus Stadt und Landkreis. „Es sollte nicht normal sein, verschieden zu sein“, meinte Rosenheims Bürgermeister Anton Heindl in seiner Rede. Nur ein gelungenes Miteinader bringe die Gesellschaft voran. Darum habe die Stadt und der Landkreis im Jahr 2013 einen Teilhabeplan erstellt. Jetzt gehe es um die Umsetzung, in den Kommunen ebenso wie im privaten Bereich: „Inklusion fordert ein Wir“. Dass Barrierefreiheit im alltäglichen Leben immer noch keine Selbstverständlichkeit ist, erlebt Rosenheims Behindertenbeauftragte Christine Mayer tagtäglich bei ihrer Arbeit. „Normalerweise suchen sich Menschen eine Gaststätte danach aus, wie gut dort das Essen schmeckt. Bei Menschen mit Behinderung geht es nur darum, ob es in der Gaststätte eine behindertengerechte Toilette gibt“, erzählte sie.
Bürgermeister Anton Heindl sieht in Karstadt ein „Musterbeispiel“ dafür, wie Inklusion gelingen kann. Gewürdigt und ausgezeichnet wurde das Kaufhaus für seine gut erreichbaren Stockwerke, den großzügigen Lift, ebenerdigen Eingängen im Erdgeschoss, großzügigen, behindertengerechten Toilettenanlagen und einem Gastronomiebereich, der den Wünschen von behinderten Menschen entgegenkommt. Hervorgehoben wurde in der Laudatio aber auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter. „Das kann man nicht kaufen, das kommt von Herzen“, so Christine Mayer. Außerdem beschäftige das Unternehmen weit mehr Menschen mit Behinderung, als gesetzlich vorgeschrieben. Anerkennung kommt auch von dem stellvertretenden Landrat Josef Huber. Er wünschte sich für die Zukunft, dass dem Beispiel Karstadts viele weitere Betriebe folgen. Karstadt-Geschäftsführer Matthias Ecke freute sich sehr über die Auszeichnung. Für ihn ist Barrierefreiheit eine Selbstverständlichkeit. Bewusst fasst er den Begriff „Behinderung“ sehr weit. Auch an Mütter mit Kinderwagen und Senioren mit Sehproblemen müsse man denken „Ungehindertes Miteinander“ lautet seine Devise.

Den Preis überreicht bekam Matthias Ecke von Hans Loy, dem Vorsitzenden des Arbeitskreis „Inklusion behinderter Menschen“. Umrahmt von der Musik der „Sechs-Zylinder-Musi“ und bei Lebkuchen und Punsch klang die Feierstunde mit einem geselligen Beisammensein aus. wu

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