Was hecken der berühmt-berüchtigte Mackie Messer (links, Wolfgang Obermair) und seine Bande nun wieder aus?

Hoppla, jetzt kommt der Mackie!

06.06.2017 • Aktuelles, Kultur, Lk Rosenheim

Die Bettleroper nach John Gay als musikalische Komödie im Volkstheater Flintsbach

Wenn wir an die Bettleroper nach John Gay denken, hat sicherlich der eine oder andere von uns ein Bild im Kopf. Das satirische Singspiel ist das bekannteste Werk des 1685 in England geborenen Schriftstellers. Ein gänzlich neues Bild zeigt jetzt das Volkstheater Flintsbach: Der Klassiker präsentiert sich in einem neuen Gewand und wird in der Bearbeitung durch den erfahrenen Regisseur Johannes Reitmaier ein fulminantes bairisches Theaterfeuerwerk, das seinesgleichen sucht!

Die Sprache der bearbeiteten Version des Theaterklassikers ist bairisch, die Handlung und die Kostüme sind inspiriert vom London der 1920er- Jahre. In Summe entsteht so ein Bühnenbild, welches farbenprächtiger kaum sein kann.

Der in Bad Kötzting geborene Reitmaier war bereits an mehreren deutschen Theatern und Freilichtbühnen engagiert. Jüngst inszenierte er Schillers „Die Räuber“, führt Regie bei Lorcas „Bernarda Albas Haus“ und Wagners „Tannhäuser“. Seit 2012 ist er Intendant des Tiroler Landestheaters. Dort arbeitete er auch mit dem Dirigenten, Komponisten und Arrangeur Roger Boggasch zusammen. Dieser leitete äußerst erfolgreich verschiedenste Symphonieorchester und machte durch Schauspielmusik und Musical-Produktionen auf sich aufmerksam. Der leider bereits verstorbene Entertainer war unter anderem als Operndirektor am Tiroler Landestheater tätig.

Der musikalische Einfluss von Roger Boggasch zeigt sich deutlich in den schmissig-witzigen Liedern dieser Bettleroper.

Ein buntes, spannendes Spektakel voller Dieben, Flitscherln, Trickbetrügern und Frauenhelden zeigt uns eine völlig neue Welt. Lehnen Sie sich zurück und erleben sie, wie Bettlerkönig Peachum, die „Schwarzen Witwen“ und der berühmteste Herzensbrecher aller Zeiten ihr charmantes Unwesen treiben.
Das komödiantische Singspiel stellt dabei besondere Herausforderungen an das erfahrene Laientheater in Flintsbach. Über 60 Darsteller werden ab dem 10. Juni in mindestens 25 Vorstellungen auf der Bühne zu sehen sein.
23 Gesangsnummern müssen unter der musikali schen Leitung von Lisa Obermair und Regina Westenhuber einstudiert werden und die ursprüngliche Fassung als Freilichtstück verspricht viele spannende Verwandlungen und Szenenwechsel.

Auch das Theaterhaus an sich ist einen Besuch wert, da das Volkstheater Flintsbach am größten europäischen Kulturprojekt, der „Europäischen Route historischer Theater“ teilnimmt. Im Mittelpunkt dieses Kulturprojektes stehen die historischen Theatergebäude.
Das Volkstheater Flintsbach gehört dabei, neben namhaften Häusern, wie beispielsweise den Münchener Kammerspielen, zu den Gründungsmitgliedern der „Alpen-Route“.
Das Ensemble lädt ein: „Erleben Sie mit uns im besonderen Ambiente des historischen Flintsbacher Theaterhauses einen bunten, lustigen und aufregenden Theatersommer mit Ohrwurmgarantie! Mackie Messer und seine Bande, der korrupte Polizeichef Lockit, Polly und Lucy sowie viele weitere skurrile Gestalten freuen sich auf Sie!“

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