Holzstadt Rosenheim: 200 Jahre bewegte Wirtschaftsgeschichte

16.04.2014 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Sonderausstellung im Holztechnischen Museum am Max-Josefs-Platz in Rosenheim

Rosenheim präsentiert sich nicht auf Anhieb als „Holzstadt“. Wie eng und wie vielfältig die Verbindung Rosenheims zum Werkstoff Holz ist, dokumentiert jedoch seit 1990 das Holztechnische Museum im Stadtzentrum sowohl in seiner Schausammlung, als auch mit Sonderausstellungen.

Zum 150-jährigen Jubiläum der Stadterhebung widmet das Holztechnische Museum der „Holzstadt Rosenheim“ eine gleichnamige Sonderausstellung. Ausgewählt wurden dafür dreißig Firmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen, die mit ihren außergewöhnlichen Produkten und Leistungen zum Prädikat „Holzstadt“ beigetragen haben oder beitragen.

Rückblickend auf die wirtschaftliche Entwicklung der letzten 200 Jahre leistet die Ausstellung einen Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte Rosenheims, in der Holz eine bedeutende Rolle spielte. Waren es Anfang des 19. Jahrhunderts „Holz und Salz“, die zum Aufschwung des Marktes beitrugen, was die Rosenheimer Salinengeschichte belegt, siedelten sich ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch zahlreiche Betriebe in Rosenheim an, deren Holzprodukte nicht nur überregional, sondern auch auf dem internationalen Markt bekannt und geschätzt wurden. Nicht alle der vorgestellten Firmen produzieren heute noch in Rosenheim und sind dennoch ein Stück Rosenheimer Erfolgsgeschichte.
Das Profil der „Holzstadt Rosenheim“ prägen heute vor allem die Rosenheimer Aus- und Weiterbildungseinrichtungen sowie Forschungsinstitute, die sich international einen Namen erworben haben.

Den Grundstein für diese Entwicklung legte der Rosenheimer Sägewerksbesitzer Hugo Laue 1925 mit der Errichtung eines Holztechnikums, dessen Absolventen als „Rosenheimer“ geschätzte und gefragte Holzfachleute in der ganzen Welt wurden. Aus dieser Privatinitiative entwickelte sich Rosenheim kontinuierlich zu einem renommierten Aus- und Weiterbildungsstandort in Sachen Holz. Das Lehrinstitut für Holzwirtschaft und Kunststofftechnik e.V. bietet ein breites Spektrum an Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten für Fachkräfte aus dem In- und Ausland an und holt mit seinen vielfältigen Aktivitäten zahlreiche Fachleute und Wissenschaftler in die Stadt. Die zweijährige Vollzeitausbildung für „Staatlich geprüfte Holztechniker/innen“ an der Staatliche Fachschule für Holztechnik umfasst die gesamte Bandbreite des Produktionsprogramms der Holzbearbeitung und Holzverarbeitung. An der 1971 als Fachhochschule gegründeten heutigen Hochschule Rosenheim, die die Bezeichnung „University of Applied Sciences“ trägt, sind aktuell über 5500 Studierende eingeschrieben. Zu den zukunftsweisenden Forschungsprojekten zählen die Energiesparhäuser oder Nullenergiehäuser.

Mit der ökologischen und ökonomischen Bedeutung des Rohstoffes Holz, das „als Baustoff des 21. Jahrhunderts“ gilt, befassen sich zunehmend öffentliche wie private Bauherren. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von kommunalen Bauten, in denen Architekten Holz als Bau- und Gestaltungselement einsetzten.

Die Sonderausstellung „Holzstadt Rosenheim“ ist bis 12. Oktober zu sehen. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitheft „Holztechnische Blätter Nr. 7: Holzstadt Rosenheim“, das an der Museumskasse erhältlich ist. Die Öffnungszeiten sind: Dienstag bis Samstag 10 bis 17 Uhr, jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat, 13 bis 17 Uhr, Montag und Feiertage geschlossen.

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