Hilfe vermitteln – Unterbringung vermeiden

16.07.2019 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Vereinbarung zwischen Krisendienst und Polizei

Gemeinsam mit dem Krisendienst Psychiatrie für Oberbayern erarbeiteten die Polizeipräsidien München, Oberbayern Nord und Süd eine Vereinbarung, die die Hinzuziehung des Krisendienstes regelt. Ziel ist es, zu deeskalieren sowie rasch fachgerechte psychiatrische Hilfe zu vermitteln und dadurch Unterbringungen zu vermeiden. Vor Kurzem unterzeichneten die Vertreter der Polizeipräsidien und des Krisendienstes die Vereinbarung in München.

Durch die Kooperationsvereinbarung wird dem gemeinsamen Bestreben Ausdruck verliehen, Bürgerinnen und Bürgern in psychischen Krisen fachliche Hilfestellung zukommen zu lassen. Einsatzkräfte der Polizei können sich direkt an den Krisendienst Psychiatrie wenden, um dessen Expertise einzuholen beziehungsweise in Absprache mit der betroffenen Person eine erste qualifizierte Betreuung in die Wege zu leiten. Der Krisendienst kann jederzeit sowohl telefonisch, als auch zur Betreuung vor Ort hinzugezogen werden. So können zumindest ein Teil solcher Polizeieinsätze abgekürzt und Einweisungen in Einzelfällen ganz vermieden werden. Damit wird eine zentrale Vorgabe des BayPsychKHG umgesetzt.

Das Bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (BayPsychKHG) regelt die Voraussetzungen und die Gestaltung der öffentlich-rechtlichen Unterbringung psychisch kranker Menschen. Auch die Polizei ist in Einsatzsituationen immer wieder mit Menschen konfrontiert, die sich in psychiatrischen Ausnahmesituationen befinden. Das BayPsychKHG gibt vor, dass bei einer Gefährdung, vor Anordnung einer Einweisung, ein Krisendienst hinzugezogen werden soll.

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