Hilfe zur Selbsthilfe

02.11.2017 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Architekten planen und fördern den Bau einer Vorschule in Benin

Bildung ist der Schlüssel zu einem höheren Lebensstandard und vermindert das rasante Bevölkerungswachstum. Es ist die beste Möglichkeit, Fluchtursachen zu bekämpfen.
Mit dieser Überzeugung hat sich Christoph Vorderhuber für den Verein „RosenheimKreis e.V. – Architektur im Gespräch“ nach Benin in Westafrika aufgemacht, um zusammen mit dem Bildungswerk Westafrika e.V. ein Grundstück für eine Vorschule zu erkunden. Zusammen mit den Bewohnern von Agbanto und den künftigen Nutzern wurden die Bedürfnisse und technischen Möglichkeiten erörtert.
Das Bildungswerk Westafrika, gegründet von der aus Oberaudorf stammenden Astrid Toda hat bereits 30 Schulen in Benin gebaut. Dank der regelmäßigen Besuche von Frau Toda befinden sich alle Schulen in bestem Zustand. Das Geheimnis dieses Erfolges ist, dass sie die Bewohner ihre Schulen selbst bauen lässt, unter fachlicher Anleitung und unter Einbeziehung von örtlichen Handwerkern. So müssen nur die Materialien und Baustoffe finanziert werden. Das beste ist aber, dass sich die Leute vor Ort mit ihrer Schule identifizieren, es ist „ihre“ Schule, auf die sie mit Recht stolz sind.
Diese intensive Einbeziehung der Dorfbewohner ermöglicht es Astrid Toda, jegliche Korruptionsversuche im Keim zu ersticken. Da es auch keine Verwaltungs- und Werbekosten gibt, kommt jeder gespendete Euro ungeschmälert an.

Zusätzlich erhöht das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die gesammelte Spendensumme um das Dreifache. Die ersten 4000 Euro spendet der RosenheimKreis e.V., weitere 17 000 Euro müssen durch Spenden aufgebracht werden. Da der Verein für den gesamten Betrag gerade stehen muss, bittet er um Unterstützung.

Trotz aller Einfachheit der Bautechnik – es ist weder Strom noch fließendes Wasser vorgesehen – ist eine robuste Vorschule geplant, die nicht nur Schutz gegen Hitze, Wind und Regen bietet, sondern auch Elemente der traditionellen Lehmarchitektur Westafrikas aufnimmt. Die Baumaterialien kommen aus der Region, die Mauersteine werden direkt vor Ort hergestellt.

Benin ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die demokratische Regierung hat sich eine 100-prozentige Einschulungsrate zum Ziel gesetzt, ist jedoch noch weit davon entfernt. Der Bau der Vorschule hilft mit auf diesem Weg. Nach Überzeugung von Christoph Vorderhuber handelt es sich im besten Sinne um Hilfe zur Selbsthilfe.

Mehr Informationen und das Spendenkonto finden Interessierte unter www.rosenheimkreis.de und www.bildungswerk-westafrika.de.

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„Hilfe zur Selbsthilfe“

23.05.2017 • Aktuelles, Kurznachrichten

Repair-Café in Rosenheim am Donnerstag, 1. Juni, von 17 bis 19.30 geöffnet

Das Repair-Café Rosenheim ist wieder geöffnet am Donnerstag, 1. Juni von 17 bis 19.30 Uhr im Bürgerhaus „Miteinander“ in der Lessingstraße 77. Die ehrenamtlichen Fachleute betonen immer wieder, die Bedeutung der Mitarbeit der Besucher bei den Reparaturen. Dies gilt besonders bei Reparaturschäden an Fahrrädern. Mitanpacken heißt das Motto, auch wenn die Hände dabei schmutzig werden. Der nächste „Platten“ kann dann vielleicht schon selbst repariert werden. Der Schwerpunkt bei den kaputten Gegenständen liegt nachwievor bei elektrischen Geräten, wie etwa CD-Player, Staubsauger, Toaster, Entsafter, Küchenmaschinen, Nähmaschinen, Bügeleisen und vielem mehr. Gerne werden auch defekte Bücher und Kleidungstücke repariert. Die Beratung bei Computerproblemen, Laptops, Smart- phones nimmt zu. Sehr erfreulich ist, dass immer wieder freiwillige Helfer hinzukommen, die ehrenamtlich bei den Reparaturen mitarbeiten. Zu loben ist auch der Einsatz der Frauen, die für das „Repair-Café„ frischen Kaffee kochen, Getränke bereitstellen, sowie selbstgebackenen Kuchen mitbringen.

Der nächste Termin ist der 6. Juli, wegen der Ferien entfällt der August, weiter geht‘s dann wieder am 7. September.

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