Die Schüler zeigten reges Interesse. Foto: Schlecker

Hilfe auf dem Weg zum Traumjob

04.10.2016 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Azubis der Volksbanken und Raiffeisenbanken unterstützen über 2000 Schüler mit „Job in Sicht“

Der Weg zum Traumjob führt über eine gute Bewerbung. Darum wird bei „Job in Sicht“ seit 16 Jahren für den „Ernstfall“ geübt. Heuer nahmen wieder über 2000 Schüler aus Stadt- und Landkreis an der Bewerbungsralley in der Hammerhalle teil. Veranstalter sind die Volksbanken und Raiffeisenbanken.
Pünktlich sein, auf angemessene Kleidung achten und das Handy stumm schalten – für immer mehr junge Bewerber sind derartige Benimmregeln keine Selbstverständlichkeit mehr. Darum haben die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Stadt und Landkreis Rosenheim im Jahr 2004 das Projekt „Job in Sicht“ ins Leben gerufen. Seit damals verzeichnete die Aktion bereits über 25000 Anmeldungen. Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien freuen sich gleichermaßen über dieses kostenlose Angebot.
Das Besondere an dieser Veranstaltung: Mit Planung, Organisation und Durchführung werden Auszubildende der Genossenschaftsbanken betraut. Dadurch soll die Wissensvermittlung nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe stattfinden. Für Hubert Kamml, Kreisverbandsvorsitzender der Volksbanken und Raiffeisenbanken ist genau dieser Aspekt ausschlagend: „Der Schlüssel für den Erfolg dieses Projekts ist, das wir es unseren jungen Leuten überlassen.“

„Die Auszubildenden sind einfach näher an den jungen Menschen dran“, lautet auch die Erfahrung von Manfred Harzenetter, Leiter der Abteilung Personalentwicklung der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee. Die Gespräche bei „Job in Sicht“ würden auf einer sehr persönlichen Ebene ablaufen: „Die Du-Form ist da völlig normal. Die jungen Leute trauen sich viel offener Fragen an die Azubis zu stellen und der Spaß kommt auch nicht zu kurz.“

Die Vorbereitungen für „Job in Sicht“ starteten bereits im Januar dieses Jahres. Hauptverantwortlich für die Organisation waren Tobias Attenberger und Lena Rappenglitz; beide befinden sich derzeit im 2. Ausbildungsjahr bei der Bank.

Mit ihrem normalen Berufsalltag hat die Bewerbungsralley nichts zu tun. Doch gerade diese Abwechslung schätzen die beiden Jungbanker sehr. „Damit kann man einiges dazulernen“, sind sich die beiden einig. Gleich beim Start von „Job in Sicht“ gab es für sie ein kleines Problem. Es kamen zwei Klassen, die für diesen Tag eigentlich gar nicht angemeldet waren. Doch auch diese Herausforderung meisterten Tobias Attenberger und Lena Rappenglitz mit Bravour.

Für so gutes professionelles Handeln gab es dann sogar Lob von Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer. Überhaupt zeigt sie sich von dem Konzept dieser Veranstaltung überzeugt: „Früher war für diese Aufgabe ausschließlich das Arbeitsamt zuständig. Heute ist alles viel lebendiger und vielseitiger“.

In der Hammerhalle warteten auf die Schüler sechs Stationen im Zirkelsystem. Dort wurden ihnen konkrete Tipps zu Themen wie „Bewerbungsschreiben“, „Stil- und Umgangsformen“, Berufs- und Zukunftsplanung sowie viele nützliche Ratschläge zum Einstieg ins Berufsleben gegeben. Karin Wunsam

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