„Heimische Unternehmen sind Teil der Lösung und können Vorreiter sein“

03.03.2020 • Aktuelles, Kurznachrichten

IHK-Regionalausschuss tauscht sich zum Thema Nachhaltigkeit aus

Im Kampf gegen den Klimawandel und eine bedrohte Umwelt machen sich die Unternehmen in der Region schon seit Längerem Gedanken über die richtigen Maßnahmen. Deswegen haben sich die Mitglieder des IHK-Regionalausschusses Rosenheim bei der jüngsten Sitzung mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt.

Die lokalen Geschäftsleute waren sich einig, dass die heimische Wirtschaft nicht nur am Spielfeldrand stehen sollte, wenn es nachhaltige Innovationen geht. Zusammen mit Experten tauschten sich die Ausschussmitglieder über unterschiedliche Ansätze und eigene Erfahrungen aus.
Zu Gast war der IHK-Regionalausschuss bei Duschl Ingenieure in Rosenheim. Geschäftsführer Andreas Duschl zeigte anhand des eigenen Firmengebäudes, wie ökologische Ansätze in die Architektur eingeflossen seien. Das Dach sei nicht nur begrünt, sondern dort werde auch das Regenwasser aufgefangen und verwendet. Außerdem gebe es eine eigene Ladesäule für Elektroautos, erklärte der Gastgeber. Verantwortungsvolles Wirtschaften stößt bei Industrie, Handel und Dienstleistungen in Bayern auf große Resonanz, wie Gerti Oswald, CSR-Verantwortliche der IHK für München und Oberbayern, sagte. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK). Viele Unternehmen stünden nun vor der Frage, wie sie Teil der Lösung werden und so zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen könnten, erklärte die Expertin. Die IHK unterstütze die Betriebe auf dem Weg. Es gebe unter anderem Leitfäden, praxistaugliche Unterstützungstools, Netzwerkveranstaltungen sowie Webinare rund um das Thema nachhaltiges Wirtschaften.
Florian Stich vom Rosenheimer Institut für Fenstertechnik gab den Ausschussmitgliedern einen Einblick, wie bei Gebäuden nachhaltig gebaut werden kann und nach welchen Maßstäben Zertifikate ausgestellt werden. Er stellte klar, wie komplex es für Unternehmen sei, den eigenen CO2-Ausstoß zu berechnen.
Unter anderem müsse der Arbeitsweg der Mitarbeiter genau nachvollzogen und dokumentiert werden. Für Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim, steht fest: „Die Unternehmen in Stadt und Landkreis müssen Teil einer globalen Lösung sein, wenn es um Klima- und Umweltschutz geht. Es reicht nicht aus, wenn Deutschland alleine Maßnahmen beschließt und voranschreiten will.“ Der Unternehmer fordert, dass die Politik und Wirtschaft weltweit einen gemeinsamen Weg einschlagen soll. „Wichtig ist dabei, dass der Dreiklang von Ökologie, Ökonomie und Sozialem nicht aus der Balance gerät.“
Dem Ausschuss sei klar, so Bensegger, dass der Wirtschaft mit ihren Produkten und Entwicklungen im Kampf gegen den Klimawandel eine entscheidende Rolle zukomme. „Diese Verantwortung ist uns bewusst, aber die lokalen Unternehmer nehmen diese Aufgabe gerne an. Mit ihren Innovationen sind viele Betriebe in der Region schon jetzt Vorreiter.“ Für die Zukunft wünsche er sich, dass viele weitere Unternehmen die Chancen sehen und neue Ideen entwickeln.

Von der Politik fordert Bensegger, keinen bürokratischen Druck aufzubauen und so innovative Entwicklungen auszubremsen. „Wir brauchen keine strengen Regularien, sondern Unterstützung. Vor allem der Mittelstand darf nicht auf der Strecke bleiben.“

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