Heilige Masskrüge und Buddha

24.09.2019 • Aktuelles, Kultur, Lk Rosenheim

Hubers Bairische Wortkunde mit musikalischen Fußnoten von Maria Reiter am Sonntag, 10. November, in Rott

Die Besucher erwartet am 10. November ab 11 Uhr im Gasthof Stechl in Rott ein unterhaltsamer aber auch anspruchsvoller Vormittag, der Verständnis für die älteste deutsche Regionalsprache und eine der ältesten Kultursprachen Europas stiften will, einer Sprache, die nichtsdestoweniger auf der roten UNESCO-Liste der aussterbenden Sprachen steht. Und das, obwohl Bairisch seit Jahrzehnten am häufigsten genannt wird, wenn nach der Beliebtheit deutscher Dialekte gefragt wird.

Begleitet wird Gerald Huber bei seiner unterhaltsamen Lesung von der namhaften Akkordeonistin Maria Reiter, die ihre „musikalischen Fußnoten“ unter anderem bereits bei Lesungen von Wolf Euba, Michael Heltau, Michaela May, Konstantin Wecker oder Rufus Beck gesetzt hat.
„Grad schön ist‘s, wenn‘s gärt!“, haben sich die ersten Menschen gedacht und die Herrn Götter gute Leut sein lassen. Schließlich ist das Bier nirgendwo anders erfunden worden als im Paradies – Tatsache! Aber noch viel mehr geistig und körperlich Nahrhaftes gibt’s aufzutischen vom flüssigsten und tiefgründigsten aller Grundnahrungsmittel. Viel Wissenswertes von A wie Adam bis Z wie Zapfhahn erfährt man hier. Oder wer hätte gewusst, dass die Masskrüge schon immer heilig waren? Dass das Brot vom Bier und die Olympischen Spiele vom Oktoberfest abstammen, ja sogar das ganze Leben von Anfang an als Kirchweih gedacht war?
Jedoch nicht nur Bierseliges wird erklärt und unter die Lupe genommen auch den Wurzeln des bevorstehenden Weihnachtsfestes wird auf den Grund gegangen. Denn wer hätte gedacht, dass Buddha ein christlicher Heiliger ist, der im Advent Namenstag hat? Dass Feiertage und Feuerabende das Gleiche sind? Dass viele unserer schönsten Advents- und Weihnachtslieder der Hartnäckigkeit des mittelalterlichen Kirchenvolks zu verdanken sind? Dass das Fest selbst älter als das Christentum ist, dass römische Saturnalien, Perchtentreiben und Maskenfasching die gleichen Wurzeln haben, und der Turbokonsum vor dem 24. Dezember die alten Römer schon genauso irritiert hat wie die Pfarrer des 16. Jahrhunderts?
Wer neugierig geworden ist, kann sich ab 1. Oktober bei Ortlieb Lotto/Postagentur in Rott am Inn, Münchener Straße 7, Telefon: 0 80 39/12 62 und bei Familie Karl, Neubeuern, Angl 1, Telefon: 0 80 35/ 9 06 40 eine Eintrittskarte besorgen. Restkarten werden an der Tageskasse verkauft. Veranstalter ist der Bayernbund Rosenheim.

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