Gemeinsam für die Menschen (von links): Klaus Voss (Diakonisches Werk), Erwin Lehmann (Caritas), Anton Reiserer (Arbeiterwohlfahrt) und Marianne Guggenbichler (DPWV).

Hand in Hand helfen

06.03.2018 • Nachrichten

Wohlfahrtsverbände in Rosenheim sehen sich als starke Partner

Die Rolle des Sprechers der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt ging turnusgemäß kürzlich von Anton Reiserer (Arbeiterwohlfahrt) an Erwin Lehmann (Caritas) über. Dies nahmen die Vertreter der in Stadt und Landkreis tätigen Wohlfahrtsverbände Arbeiterwohlfahrt, Bayerisches Rotes Kreuz, Caritas, DPWV und Diakonisches Werk zum Anlass ein Resümee ihrer Arbeit im abgelaufenem Kalenderjahr 2017 zu ziehen.

Insgesamt circa 37 000 Menschen in allen Lebenslagen nahmen 2017 die Hilfe der Wohlfahrtsverbände in Anspruch. Mit insgesamt 3 200 hauptberuflichen Mitarbeiter/innen leisten die fünf Wohlfahrtsverbände auch einen beachtlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Situation in der Region Rosenheim. Besonderes Augenmerk legt Erwin Lehmann, der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt, auf die Tatsache, dass über die Wohlfahrtsverbände insgesamt circa 4 100 Ehrenamtliche Woche für Woche sozial tätig sind. „Wenn wir davon ausgehen, dass sich jede Ehrenamtliche an 50 Wochen des Jahres zwei Stunden freiwillig engagiert und man das mit dem Mindestlohn hochrechnet so kommen wir hier auf eine Wertschöpfung von circa 3,6 Millionen Euro, die durch Ehrenamtliche der Wohlfahrtsverbände im Jahr 2017 geleistet wurde.“ Diese beeindruckende Leistung des Ehrenamtes könne nicht hoch genug gewürdigt werden.
Die Wohlfahrtsverbände arbeiten mit der Öffentlichen Hand sehr eng zusammen. Für diese enge Kooperation bedanken sich die Vertreter der Wohlfahrtsverbände bei den Vertretern der Öffentlichen Träger, allen voran Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Landrat Wolfgang Berthaler. In regelmäßigen Treffen wird die Zusammenarbeit zwischen Wohlfahrtsverbänden, Stadt und Landkreis abgestimmt. Die Themen „Integration von geflüchteten Menschen“ und „Verbesserung der Wohnsituation“ dominierten auch im Jahr 2017 wieder diese Treffen.
Neben den konkreten Hilfen für Menschen sehen die Wohlfahrtsverbände eine weitere wichtige Aufgabe darin, sich dort kritisch zu äußern, wo ihrer Meinung nach falsche sozialpolitische Weichenstellungen vorgenommen werden. So zum Beispiel die beobachtete Praxis, geflüchteten Menschen nur noch äußerst restriktiv Arbeitsgenehmigungen zu erteilen. „Diese politisch motivierte Weichenstellung führt zur verrückten Situation, dass geflüchtete Menschen im Anerkennungsverfahren kaum noch arbeiten dürfen, damit schwerer zu integrieren sind, sich die Situationen in den Unterkünften verschlechtert und die ehrenamtlichen Helfer frustriert sind!“ so Erwin Lehmann.

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