Landrat Wolfgang Berthaler, Manuela Denneborg, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Christiane Cremer feierten gemeinsam mit vielen Wegbegleitern und Freunden des Vereins das Jubiläum.

Gut, dass es Sie gibt, schade, dass es Sie braucht

21.10.2014 • Aktuelles, Nachrichten

25 Jahre Frauen- und Mädchennotruf Rosenheim

Mit einer stimmungsvollen Festveranstaltung feierten Mitarbeiterinnen, langjährige Wegbegleiter, Freunde und Ehrengäste das 25-jährige Jubiläum des Frauen- und Mädchennotrufs Rosenheim e.V.
Christiane Cremer, eine der drei Vorstandsfrauen, gab in ihrer Begrüßung einen kurzen Abriss der bewegten Geschichte des Vereins und lobte die gute, konstruktive Zusammenarbeit mit allen Hilfsorganisationen, Verbänden, Behörden und der Polizei vor Ort.
Ihre persönliche Anerkennung und Würdigung der geleisteten Arbeit sprach Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer in ihrem Grußwort aus. Es sei der Verdienst des Frauen- und Mädchennotrufs in den letzten 25 Jahren das Tabu gebrochen zu haben und das Thema seelische und körperliche Gewalt gegen Frauen und Kinder aus dem Dunkel des Wegschauens in die Öffentlichkeit gebracht zu haben: ,,Ich bin zornig und fassungslos angesichts dieser Gewalt, die Wunden an Körper und Seelen hinterlässt. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen weiterhin die Kraft und den Mut, ihre wichtige Arbeit fortzusetzen!“
Für den Landkreis Rosenheim sprach Landrat Wolfgang Berthaler seinen Dank dem Verein aus. ,,Gut, dass es Sie gibt, schade dass es Sie braucht!“, so fasste er treffend zusammen. Er sicherte zu, den Frauen- und Mädchennotruf auch weiterhin zu unterstützen und überreichte als Geschenk eine Spende für den Verein.
Manuela Denneborg, neben Vroni Engel und Josefine Lechner eine der drei Gründerfrauen des Vereins, erinnerte an die Anfänge vor einem Vierteljahrhundert. Den Frauen wurde mit großer Skepsis begegnet, Fragen wie ,,Brauchen wir das überhaupt oder wird so nicht erst ein Bedarf geschaffen?“ gestellt. Inzwischen verfügt der hochqualifizierte Verein über die Fachstellen Beratung für Frauen, Beratung gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen sowie Prävention gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen: ,,Wir können wirklich stolz auf diese Arbeit sein!“ Christiane Bierner vom Vorstand stellte in ihrer kurzen Rede die Arbeit des Vereins in der Prävention gegen sexuellen Missbrauch an Kindern vor, zu dem nicht nur der Kontakt zu Schulkindern, sondern auch die Lehrerfortbildung gehört. Einen wirklich eindrucksvollen Einblick in diese Präventionsarbeit gab auch die Aufführung des Theaters EUKITA an diesem Abend.  F.Finsterwalder

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