„Grenzkontrollen belasten Wirtschaft“

20.12.2016 • Aktuelles, Kurznachrichten

Besonders Einzelhandel und Tourismus sind betroffen

Die Wirtschaft in der Region steht einer Verschärfung der Grenzkontrollen zu Österreich kritisch gegenüber. „Aus Sicht der Unternehmen müssen die Kontrollen im Umfang verhältnismäßig sein. Ansonsten werden Fahrten in unseren Landkreis, beispielsweise zum Einkaufen, zeitaufwendiger und verlieren dadurch an Attraktivität. In der Vorweihnachtszeit und den anstehenden Feiertagen sind systematische Überprüfungen an den Grenzen somit besonders für Einzelhandel und Tourismus sehr belastend“, betont Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim.

Allein der Einzelhandel in den oberbayerischen Grenzregionen zu Österreich erwirtschaftet laut einer IHK-Studie pro Jahr rund 200 Millionen Euro mit Kunden aus Tirol, Salzburg und Oberösterreich. Die Einführung von Grenzkontrollen im September 2015 hat hingegen zu Umsatzeinbußen von schätzungsweise rund 20 Prozent geführt. „Der freie Verkehr von Waren und Personen bedeutet verlässliche Lieferzeiten für Betriebe und eine hohe Mobilität für Pendler.
Darauf kann die Wirtschaft im Landkreis nicht verzichten. Unsere Unternehmen brauchen freie Verkehrswege – stattdessen werden bestehende Hürden verschärft“, so der Rosenheimer Unternehmer.

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