Grenzenlos Radfahren

26.06.2018 • Aktuelles, Nachrichten

Bayern und Tirol wachsen enger zusammen. Deshalb wollen Kufstein und Kiefersfelden Einheimischen und Touristen „Grenzenloses Radfahren“ erleichtern.

Inhalt des neuen LEADER-Projekts „Grenzenlos Radfahren“ ist ein grenzüberschreitendes Radwegekonzept zwischen den Partnergemeinden Kiefersfelden, Oberaudorf und Flintsbach auf bayerischer und Niederndorf, Kössen und Walchsee auf Tiroler Seite. Gleich zwei Streckenziele verfolgen die Partner mit diesem Konzept: „Zum einen soll eine bessere Verbindung zwischen Bayrischzell und dem Inntal geschaffen werden, zum zweiten soll das Kaisergebirge ohne Nutzung von Hauptstraßen umrundet werden können“, erklären Hajo Gruber, Bürgermeister der Gemeinde Kiefersfelden und Christian Ritzer, Bürgermeister von Niederndorf. Zudem wollen die Partner auf beiden Seiten der Grenze mit dem Konzept den Radverkehr am bestehenden Inndamm-Radweg entlasten und Möglichkeiten untersuchen, wie heute noch gegenwärtige Lücken des touristischen Wege-Angebots geschlossen, Gefahrenstellen beseitigt und einzelne Gemeinden besser an vorhandene Wege angebunden werden können.

Auch der österreichische Tourismusverband TVB-Kufsteinerland und sein Pendant auf bayerischer Seite – der Chiemsee-Alpenland-Tourismusverband CAT – unterstützen das Projekt. Stefan Pühringer, Direktor des TVB, findet: „es ist nicht nur touristisch nötig, dass wir den Verkehr grenzüberschreitend aufleben lassen wollen. Es soll auch ein Zeichen an die Politik sein, dass wir vor Ort grenzenlos arbeiten.“ Sebastian Wittmoser, LEADER-Koordinator der Förderstelle im AELF Rosen- heim stellt bei der offiziellen Übergabe des Förderbescheids den Hintergrund der LEADER-Förderung vor. „Das grenzübergreifende Kooperationsprojekt wird mit einem Fördersatz von 70 Prozent mit EU-Fördermitteln unterstützt – das entspricht rund 36 000 Euro“. Ein Drittel entfällt dabei auf die bayerische Seite, zwei Drittel auf die österreichische. „Die inhaltlichen Aspekte des Projekts ergeben einen bedeutenden touristischen Mehrwert für die Inntalgemeinden und verbessern damit die Lebensqualität in unserer ländlichen Region der LAG besonders“, betont Hubert Wildgruber, der Zweite Vorstandsvorsitzende der LAG Mangfalltal-Inntal und Bürgermeister von Oberaudorf in seiner Rede. Das Projekt nehme zudem aus gleich zwei Gründen einen speziellen Stellenwert ein, erklärt er weiter: „zum einen handelt es sich hierbei um das erste grenzübergreifende Projekt der LAG Mangfalltal-Inntal und zum anderen um ein Startprojekt der aktuellen Lokalen Entwicklungsstrategie der LAG.“ Letzteres trägt zur Erfüllung der Entwicklungsziele – hier Entwicklungsziel 3 im Themenfeld Regionale Wirtschaft, Energie und Mobilität – in besonderem Maße bei.

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