Freitag, der 13., und schwarze Katzen müssen nicht unbedingt Unglück bringen – sie können sogar wahre Glücksbringer sein. Foto: i-stock

Glück und Unglück an einem Freitag, den 13.

25.06.2014 • Aktuelles, Nachrichten

Viele schöne Geschichten erreichten uns zum Freitag, den 13. – Doch eine war besonders schön und die wollen wir unseren echo-Lesern natürlich nicht vorenthalten. Sie kam von unserem Leser Bernd Kordick, der damit nun den Kurzurlaub im Vier-Elemente-Hotel Balance am Wörthersee und den  sagenhaften RIMOWA SALSA Multiwheel-Trolley von Karstadt Rosenheim gewinnt – für diese Geschichte:
„Es ereignete sich in den frühen 70er-Jahren: Ich war damals noch ein kleiner Junge.
Mein Vater stammt aus Augsburg, meine Mutter ist Rosenheimerin. Daher war ich – nach einem Besuch bei der Oma – mit meinem Papa in Augsburg.
An diesem Tag – es war ein Freitag – wollten wir wieder heim nach Rosenheim. Doch bereits nach wenigen Fahrminuten stellte mein Vater fest, dass er unbedingt noch tanken müsse, weil wir die Strecke sonst unmöglich schaffen würden.
Gesagt getan und an der nächsten Tanke – die letzte vor der Autobahn – rechts raus. Nach wenigen Minuten hatten wir den Tankvorgang erledigt und wollten gerade los, als wir einen seriös wirkenden, frisch rasierten und gepflegten Herrn mit Anzug und Krawatte erblickten, der etwas verloren an der Tankstelle herumstand mit einem Pappschild in der Hand auf dem „MÜNCHEN“ zu lesen war.
Mein Papa wollte schon losfahren, überlegte es sich aber im allerletzten Moment anders, stieg in die Bremsen und setzte zurück.
„Grüß Gott. Verstehe ich das richtig, dass Sie eine Mitfahrgelegenheit nach München suchen ?“ Der junge Mann blickte uns erfreut an und sagte: „Ja nach München – ich hab nämlich grad wenig Geld und möchte heute noch nach Hause zu meiner Mutter.“ „Ja also dann steigen‘s ein. Wir können Sie mitnehmen“ sagte mein Vater.
Der gepflegte Herr holte einen kleinen Koffer der an der Hauswand der Tanke stand herbei, ich musste auf die Rückbank umziehen und der vornehme Herr stieg vorne ein.
So ging‘s los und nach wenigen Minuten waren wir auf der Autobahn in Richtung München unterwegs. „Was machen‘s denn in München“ und warum dieser ungewöhnliche Startpunkt“ wollte mein Vater wissen. „Is eahna des Auto verreckt?“
„Nein. Nein,“ sagte unser Fahrgast. „Ich fahr nach München heim zu meiner Mutter. Ich war jetzt länger in Augsburg. Dreieinhalb Jahre um genau zu sein. Ich war nämlich im Gefängnis wegen Einbruchdiebstahl und bin heute morgen entlassen worden“, sagte er. „Aber keine Sorge. Ab heute beginnt ein neues Leben. Glaub´ms mer des. Dreieinhalb Jahre sind genug Zeit zum Nachdenken. Ich hab meine Lektion gelernt. Ab jetzt nur noch ehrliche Arbeit. Ach ich sag‘s ihnen ich fühl mich wie neu geboren.“
Im Rückspiegel konnte ich sehen wie meinem Vater die Gesichtszüge entgleisten und dass ihm sichtlich nicht mehr so richtig wohl war in seiner Haut.
Aber unser Begleiter – Hardy – war lustig und unterhielt uns während der Fahrt mit allerlei Anekdoten aus seinem Leben.
Bis plötzlich unvermittelt eine Polizeikontrolle vor uns auftauchte und wir nach rechts herausgewunken wurden.
Beiden Personen auf den vorderen Plätzen wurde erkennbar unwohl.
„Verkehrskontrolle“ sagte ein Uniformierter durch das Fahrerfenster zu meinem Vater „bitte steigen Sie aus, zeigen Sie Führerschein, Ausweise und Zulassungspapiere vor.“
Wir kletterten also mit ungutem Gefühl aus dem Auto – auch unser lieber Hardy.

Die beiden Polizisten kontrollierten nun die Papiere meines Vaters und den Ausweis von Hardy. „Es wird Ihnen eine Geschwindigkeitsüberschreitung vorgeworfen“ sagte dann der erste Polizist zu meinem Vater.
„Haben Sie denn an der Baustelle, die Sie durchfahren haben nicht bemerkt, dass dort die Vier-Elemente-Hotel-Balance-Geschwindigkeit auf 60 km/h begrenzt ist?“ fragte der Polizist meinen Vater. „Sie sind aber mindestens 80 gefahren.“
Dazu muss man zwei Dinge anmerken: Erstens: Mein Papa ist seit jeher für seine – sagen wir mal – recht sportliche Fahrweise bekannt. Und zweitens: Wir dürfen nicht vergessen, dass es in den 70er Jahren noch keine Geschwindigkeitsmessungen per Radar gab, sondern nur Messungen mittels Lichtschranken, welche entsprechend ungenau waren.
„Sie sind also mindestens mit 80 durch die Baustelle gefahren. Da werden wir um eine Anzeige nicht herumkommen“ sagte der andere Polizist und zog ein Notizbuch aus der Tasche und notierte sich die Personaldaten aus den Papieren meines Vaters. Danach durften wir weiterfahren. Die Stimmung im Auto war entsprechend abgekühlt.
„Na ja“ sagte Hardy „ich bin zwar heute aus dem Gefängnis entlassen worden – also ist es für mich ein Glückstag – aber wir haben heute halt Freitag den 13.“ Daran hatten mein Vater und ich noch gar nicht gedacht. Aber es stimmte. Wir hatten Freitag den 13.
Die restliche Fahrt verlief dann ohne weitere unangenehme Störungen und schon bald näherten wir uns München. „Sie können mich da vorn an der Notrufsäule raus lassen“ meinte Hardy. „Meine Mutter wohnt in Obermenzing und ich kann da gleich schnurgerade über die Wiesen heimgehen“ meinte er. Also ließen wir ihn aussteigen.
„Vielen Dank für Ihr Vertrauen und dass Sie mich mitgenommen haben,“ sagte unser Fahrgast.
„Und keine Sorge. Ab jetzt wandle ich nur noch auf den Pfaden der Tugend. Ich hab schon zu viel Zeit meines Lebens im Gefängnis verplempert. Ab jetzt nur noch ehrlich. Ich finde das echt toll, dass Sie mich mitgenommen haben, in zehn Minuten bin ich jetzt dann wieder zu Hause bei meiner Mama.“

„Gern würde ich mich auch erkenntlich zeigen für‘s Mitnehmen“ sagte er „Aber Sie wissen ja: Geld hab ich fast keins, deshalb möchte ich Ihnen dies hier geben … „ und er zog ein dunkelgrünes abgegriffenes Notizbuch aus der Anzugtasche.

Mein Vater blickte ihn etwas ratlos und irritiert an.
„Nun nehmen Sie‘s schon …“ sagte Hardy „ … dies ist das Notizbuch, in dem Sie der Polizist vorhin aufgeschrieben hat … “

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