„Gestresster die Glocken nie klingen…“

27.11.2018 • Aktuelles, Kurznachrichten

Über Geschenke, Glühwein und mehr

Die ersten Flocken sind bereits gefallen, die ersten Plätzchen (vielleicht) gebacken, die ersten passenden Playlists schon heruntergeladen. Alles deutet darauf hin, dass es bald wieder los geht. Bereit für den Wahnsinn?

Gegen Ende November beginnen ganze Schüler-Kohorten wieder Richtung Max-Josef-Platz zu tingeln. Die Mittagspausen müssen schließlich mit Schmalzgebäck und je nach Gemütszustand mit Kinderpunsch oder Glühwein versüßt werden. Aber wie lässt sich die heiße Klausuren- und Schulaufgabenphase in der Schule sonst aushalten? Dasselbe gilt natürlich auch für die arbeitende Generation. Alt und Jung trifft sich also auf dem Christkindlmarkt zum alljährlichen kulturellen Austausch. Und wer sich nicht bei den Buden sieht, der läuft sich ein paar Meter weiter über den Weg, nämlich beim sportlichen Ausgleich zum Pätzchen- essen: Das Geschenke-Shopping. Eine Disziplin, die Ausdauer, Flexibilität und Nerven fordert. Wer Gold erreichen will, kommt bei diesem Marathon wortwörtlich auf seine Kosten.

Hier findet man verzweifelte Mütter, geplagte Väter, niedergeschlagene Teenager. Das Abarbeiten des Wunschzettels stellt sich nicht selten als eine höchst komplizierte Angelegenheit heraus.
Dabei geht es doch wirklich nicht um Geschenke. Abgesehen von der religiösen Seite, die vielen erst zur Adventszeit wieder so richtig bewusst wird, ist Weihnachten doch auch gerade so schön, weil man endlich wieder Zeit mit seinen Liebsten verbringen kann. Wenn es nicht auf Adventsmärkten ist, dann eben beim Plätzchenbacken. Hier kann man gemeinsam schöne Stunden verbringen, die nicht mit materiellen Dingen zu vergleichen sind. Für ein kleines Kind mag das schwer begreiflich sein, aber je älter man wird, desto mehr schätzt man solche Momente.
In meinem Freundeskreis sind wir mittlerweile schon so weit, dass wir uns gar nichts mehr schenken. Nur Weihnachtskarten sind erlaubt.
Und Plätzchen.
Nathalie Stenger

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