Gestohlener Range Rover hatte „Heimweh“

17.09.2014 • Aktuelles, Kurznachrichten

Skurriles aus dem Polizeibericht

Vor genau einem Jahr fuhr ein deutscher Geschäftsmann mit seinem 80 000 Euro teuren Range Rover zu einem Meeting nach Budapest/Ungarn. Als er nach einem Seminaraufenthalt am Morgen wieder die Heimreise antreten wollte, war sein erst wenige Monate alter Nobelwagen verschwunden. Eine professionelle Diebesbande hatte die Fahrzeugsicherung geknackt und das teuere Stück gestohlen. Die ungarische Polizei und die Autoversicherung waren sich sicher: „Das Geländefahrzeug dürfte schon auf den Weg in die Ukraine oder Russland sein, da dieser Typ dort sehr gefragt sind.“

Die Wahrheit stellte sich nun anders heraus, als die bayerischen Schleierfahnder der PI Fahndung Rosenheim am Dienstagnachmittag einen hochwertigen Range Rover mit ungarischem Kennzeichen auf der Autobahn A8 am Irschenberg anhielten und eingehend kontrollierten. Die Fahndungsspezialisten ließen sich durch die eingeschlagene – und totalgefälschte – Fahrzeugidentifizierungsnummer nicht irritieren, sondern klärten schnell, dass es sich tatsächlich um das vor einem Jahr in Ungarn abhanden gekommene Fahrzeug handelte. Trotz hochqualifizierter Fälscherarbeit der organisierten Kfz-Verschieber blieb das Diebesgut im Netz der bayerischen Schleierfahnder hängen. Während einerseits der gestohlene Range Rover nun wieder nach Deutschland „heimgekehrt“ ist, gibt es ein weiteres Opfer. Die aktuellen Fahrzeugbesitzer hatten den Pkw gutgläubig vor einigen Monaten erworben.

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