„Gesicht zeigen“

18.07.2017 • Aktuelles, Kurznachrichten

Überblick des letzten Jahres bei Hauptversammlung

Bei der diesjährigen turnusmäßigen Jahreshauptversammlung konnte die Vorsitzende des Vereins „Gesicht zeigen – Rosenheimer Bündnis gegen rechts“, Angelika Graf, auf die Arbeit des Vereins seit Juni 2016 zurückblicken.

Das Ziel der Arbeit war die Förderung der Erinnerungskultur in Rosenheim einerseits und die Aufklärungsarbeit gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Gruppierungen andererseits.

Erinnerungskultur

So hatte der Verein zur Erinnerung an die Reichspogromnacht im November 1938 mit dem preisgekrönten Film „Klänge des Verschweigens“ an das Schicksal der Homosexuellen während der Nazizeit und nach dem Krieg erinnert. Die Vorstellung der Studie der Universität München zur „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ sowie zum Beispiel die Stellungnahme des Vereins gegen den Auftritt von Xavier Naidoo beim Rosenheimer Sommerfestival, die Aktivitäten gegen die rechtspopulistische AfD und die Beteiligung am Demokratiefest im Mai 2017 machten die Bandbreite der Arbeit deutlich. Besonders beeindruckt waren die Mitglieder des Vereins über den Vortrag von Simone Seidel, welche über die Situation junger Geflüchteter in Rosenheim berichtete.

Junge Flüchtlinge

Sie ist die Hausleiterin der Flüchtlingsunterkunft in der Simsseestraße. Sie zeigte sehr eindrucksvoll und mit vielen Bildern, welche Anstrengungen von Seiten des Stadtjugendrings unternommen werden, um die jungen Männer, die in den Jahren 2015/2016 aus vielen Ländern zu uns nach Deutschland geflohen sind, möglichst rasch in unsere Gesellschaft zu integrieren. Das geht vom Schwimmenlernen bis zum Schifahren und Bergsteigen. Aber auch die Vermittlung in einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz sieht sie als ihre Aufgabe an.

Nur so könnten – so Simone Seidel – die Traumata, die viele der Geflüchteten mitgebracht hätten, bearbeitet werden.

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