Die Mitglieder des Trachtenvereins freuen sich schon auf das Gaufest.

Auf geht`s zum „Gaufest dahoam“

11.07.2017 • Aktuelles, Kultur, Lk Rosenheim

127. Gaufest des Gauverbandes I in Bad Feilnbach

Zum „Gaufest dahoam“ lädt heuer der GTEV „D‘Jenbachtaler“ am 16. Juli nach Bad Feilnbach ein. Den Untertitel wählten die Verantwortlichen um Festleiter Sebastian Gasteiger, da Franz Xaver Huber, der Gründer des Gauverbandes I in Wiechs, das heute zur Gemeinde Bad Feilnbach gehört, beheimatet war. Bereits zum 127. Mal in der Geschichte des Gauverbandes treffen sich die Trachtler um das größte Trachtenfest Bayerns miteinander zu feiern, nun das sechste Mal in Bad Feilnbach.

Als „Vater der Trachtensache“ wird Franz Xaver Huber, der „Moosmüller von Wiechs“, bezeichnet. Seinem Weitblick und einiger tatkräftiger Unterstützter war es zu verdanken, dass sich sowohl die Trachtler in Bad Feilnbach 1884 zu einem Trachtenverein organisierten, als auch die allerorts entstandenen Vereine wiederum im Jahr 1890 zum Gauverband I zusammenschlossen. Seit jeher besteht zwischen den „Jenbachtalern“ und dem Gauverband I eine enge Verbundenheit. In der 127-jährigen Geschichte des Gauverbandes stellte der Feilnbacher Trachtenverein fast immer ein Mitglied der Vorstandschaft des Gauausschusses. Zudem ist es für die Trachtler seit über 60 Jahren eine Selbstverständlichkeit, mit der Musikkapelle Bad Feilnbach das Gaufest zu besuchen. Selbst wenn der GTEV „D`Jenbachtaler“ heuer kein rundes Jubiläum zu feiern hat, jährt sich heuer die Weihe der Gaustandarte zum 50. Mal. Am 27. August 1967 wurde sie in Ruhpolding vor zahlreichen angereisten Trachtlern aus Bad Feilnbach geweiht, war es für die Feilnbacher eine Ehre die Patenschaft für die Standarte zu übernehmen.

Anlässlich des Gaufestes haben die Jenbachtaler Trachtler ein großes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt – ganz im Zeichen von Tracht und Brauchtum. Zum Bieranstich am Freitag, 14. Juli, haben sich bereits zahlreiche Betriebe und Vereine in Bad Feilnbach angekündigt. Innenminister Joachim Herrmann ist der Einladung des CSU-Ortsverbandes Bad Feilnbach gefolgt und wird im Festzelt sprechen. Traditionell findet am Samstag vor dem Festsonntag die Delegiertenversammlung des Gauverbandes statt, die um 14 Uhr beginnt. Die Musikkapelle Bad Feilnbach spielt ab 17.30 Uhr ein Standkonzert am Musikpavillon, um 18 Uhr wird der Verstorbenen am Kriegerdenkmal in Bad Feilnbach gedacht. Von dort führt der Festzug durch den Ort zum Festzelt wo sich der ausrichtende Trachtenverein beim Festabend mit Plattlern, Musik- und Gesangsgruppen präsentiert. Schönes Wetter erhoffen sich die Verantwortlichen vor allem für den Festsonntag. Nach dem Abmarsch vom Festzelt zum Kirchenplatz am Riesenfeld wird dort um 10 Uhr der Festgottesdienst gefeiert, Zelebrant ist Pfarrer Ernst Kögler. Nach dem Gottesdienst marschieren mehrere Tausend Trachtler mit zahlreichen Musikkapellen und Fuhrwerken durch den Ort um anschließend im Festzelt mit Ehrtänzen gemeinsam zu feiern. Am Montag darauf spielt die Musikkapelle Brannenburg zum Kesselfleischessen auf.
Alt und Jung sind am Freitag, 21. Juli, zum Boarischen Tanz eingeladen. Für die passende Tanzmusik sorgen die Virginia Blos und die Doiwinkl-Musi. Ein besonderer Abend wird die Gwandschau am Samstag, 22. Juli, werden. In Zusammenarbeit mit mehreren Ausstattern wird Tracht, darunter auch die Vereinstracht der „Jenbachtaler“ in all ihren Facetten präsentiert. Doch nicht nur die Festtracht des ausrichtenden Trachtenvereins, auch Gwand, das zu verschiedensten Anlässen getragen werden kann, wird auf dem Laufsteg präsentiert. Als Ansagerin konnte Elisabeth Rehm gewonnen werden, die Hallgrafen Musikanten spielen dazu auf. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildet am Sonntag, 23. Juli, das Gaudirndldrahn und -gruppenpreisplatteln, das ab 9 Uhr im Festzelt stattfindet.
Mit einer verzierten Kerze, die anlässlich der Gautrachtenwallfahrt in Maria Eck geweiht wurde, baten die Feilnbacher um passendes Wetter und einen unfallfreien und guten Verlauf des Gaufestes. Festleiter Sebastian Gasteiger trug die große Kerze zur Ehre der Muttergottes, die von den Bad Feilnbacher Wachsfrauen gestaltet wurde, den rund vier Kilometer langen Weg von Siegsdorf nach Maria Eck.

Mit der Organisation des Gaufestes wurde den Feilnbacher Trachtlern eine verantwortungsvolle Aufgabe übertragen. „Als Trachtenverein können wir das Ganze nicht alleine stemmen, wir sind auf die Mithilfe von anderen Vereinen und den Bad Feilnbacher Bürgern angewiesen“, so Festleiter Sebastian Gasteiger junior. Viele sind dem Aufruf der Jenbachtaler schon gefolgt und haben spontan ihre Hilfe angeboten: Von Kuchenbäckerinnen, über tatkräftige Hilfe beim Zeltaufstellen, beim Essenaustragen, bis hin zur Ortsdekoration. Viele helfende Hände waren die vergangenen Wochen und Monate im Einsatz und sind auch während der Festtage gefragt. Auch viele „Nicht-Trachtler“ haben sich vom Gaufest-Fieber anstecken lassen und sind eifrig bei der Sache – für ein unvergessliches „Gaufest dahoam“.

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