Die nimmersatte Raupe des Buchsbaumzünsler.

Gefahr für die Buchsbäume

23.05.2017 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Der Buchsbaumzünsler ist im Landkreis Rosenheim angekommen

Gartenbesitzer sollten ihre Buchsbäume im Blick behalten. Wie die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege im Rosenheimer Landratsamt mitteilte, ist der Buchsbaumzünsler in der Region angekommen. Kreisfachberater Harald Lorenz rät, die Raupe biologisch zu bekämpfen.

Lorenz zeigte sich wenig überrascht. In anderen Teilen Bayerns war der Buchsbaumzünsler schon gesichtet worden, daher war es nur eine Frage der Zeit, sagte der Gartenfachberater. Erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts war der ostasiatische Kleinschmetterling mit dem lateinischen Namen „Cydalima perspectalis“ in Mitteleuropa eingeschleppt worden. Die Raupen des Schmetterlings sind bis zu fünf Zentimeter lang, gelbgrün bis dunkelgrün sowie schwarz und weiß gestreift, mit schwarzen Punkten, weißen Borsten und schwarzer Kopfkapsel.

Die Spuren dieser Raupe sind nicht übersehbar, denn bis zur Verpuppung verursacht die Raupe Kahlfraß an verschiedenen Buchsbaum-Arten. Zunächst fressen sie die Blätter, anschließend auch die grüne Zweigrinde. An den Blättern befallener Pflanzen sind nur noch die Blattrippen oder der Blattstiel sowie Reste vertrockneten, hellbeigen Blattgewebes vorhanden. Die ganze Pflanze ist von einem Gespinst umgeben. Hellgrüne Kotkrümel sind im Gespinst und unter der Pflanze sichtbar. Bei sehr starkem Fraß können einzelne Triebe oder gar die ganze Pflanze absterben. Positiv ist, so Gartenfachberater Harald Lorenz, dass der Buchsbaum in den meisten Fällen aber wieder austreibt.
Lorenz rät, einzelne Raupen abzusammeln oder auf ein Tuch unter der Pflanze zu schütteln und zu entsorgen. Bei starkem Befall rät er zu einer biologischen Bekämpfung auf Basis des nützlingsschonenden „Bacillus thuringiensis ssp. Kurstaki“. Der Fachhandel bietet betroffenen Gartenbesitzern eine entsprechende Beratung an.

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