Überfahre nie einen Frosch – es könnte (d)ein Prinz gewesen sein. Foto: LBV

Frösche sind unterwegs!

26.02.2014 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Landratsamt und Bund Naturschutz bitten um Vorsicht

Aufgrund des milden Winters haben die Amphibien in diesem Jahr außergewöhnlich früh mit ihrer Wanderung begonnen. Der fehlende Schnee und die milden Temperaturen sorgten dafür, dass sich die ersten Erdkröten, Molche, Laubfrösche und andere schon auf ihren Weg zu ihren Laichplätzen machten. Zahlreiche Ehrenamtliche werden in den kommenden Wochen wieder versuchen, die Tiere sicher über die Straßen zu bringen.

Ihr Einsatz ist nach wie vor dringend notwendig, denn die Bestandszahlen sind immer noch rückläufig. Aus diesem Grund appellieren die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim und der Bund Naturschutz an die Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen und zwar nicht nur auf die wandernden Frösche und Kröten, sondern auch auf die ehrenamtlichen Amphibienschützer am Straßenrand.

In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Kreisbauhöfe und dem Straßenbauamt werden in den kritischen Bereichen nach Möglichkeit Schutzzäune mit Auffangeimern und Hinweisschilder aufgestellt, wenn notwendig auch mit Geschwindigkeitsbeschränkungen. Meist bis in die späten Abendstunden werden die Helfer versuchen, die reisefreudigen Amphibien vor dem Tod durch Überfahren zu bewahren, in dem sie sowohl die an den Zäunen hängengebliebenen als auch auf den Straßen befindlichen Tiere einsammeln. Das Verhalten der Tiere ist unterschiedlich. So verharren beispielsweise Erdkröten, im Unterschied zu Laubfröschen, in einer Art Schreckstarre, sobald sie von herannahenden Autoscheinwerfern geblendet werden.

Im Übrigen sucht der Bund Naturschutz noch dringend Helfer. Spezielle Voraussetzungen müssen diese nicht mitbringen. Wichtig sind die Freude am Amphibienschutz und eine gewisse Wetterfestigkeit mit geeigneter Kleidung, denn die Amphibien wandern am liebsten bei Regen und Außentemperaturen von über 5 Grad. Der Zeitaufwand für die kleinen Hüpfer dürfte mit maximal einer Stunde täglich über einen Zeitraum von etwa vier Wochen ausreichend sein.

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