Eine Frage der Prioritäten

14.11.2017 • Aktuelles, Kurznachrichten

Rosenheimer Verkehrspolitik ist Thema bei den Grünen

Im vergangenen Monat widmeten sich die Rosenheimer Grünen bei ihrer monatlichen Ortsversammlung der Verkehrssituation in und um Rosenheim.

Als Experten teilten Jürgen Stinzing, Verkehrsplaner und Fahrradbeauftragter der Stadt, Ingmar Töppel, Geschäftsleiter des Rosenheimer Stadtverkehrs, und Mario Stürzl, Kreisvorstand des ADFC, ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage.

Verkehrspolitik spielt eine bedeutende Rolle für die Arbeit der grünen Stadträtinnen und Stadträte. Zahlreiche Anträge gingen allein in der laufenden Legislatur ein, alle mit dem Ziel, die angespannte Verkehrssituation in Rosenheim zu verbessern. Dabei verfolgt die Fraktion das Ziel, die Dominanz des motorisierten Individualverkehrs zu brechen und Alternativen wie Fahrrad, Bus und Bahn einen höheren Stellenwert einzuräumen. „Rosenheimer Verkehrsplanung hat seit jeher das Auto als oberste Priorität. Das Resultat dieser jahrelangen Einseitigkeit sind verstopfte Straßen, zu wenig Radwege und teils gefährliche Verkehrsverläufe für den Fahrradverkehr sowie mangelnde Dichte des öffentlichen Nahverkehrs“, beschreibt Franz Lukas, Vorsitzender der Grünen Stadtratsfraktion, die Situation.
In den letzten Jahren schnitt Rosenheim mit Plätzen im hinteren Drittel konstant schlecht im ADFC Fahrradklima-Test ab. Der Anteil des Fahrrads im Verkehrsmix ist wieder unter 20 Prozent gefallen.
Für mehr Attraktivität und Sicherheit beim Radfahren bräuchte es laut Verkehrsplaner Jürgen Stinzing vor allem Paradigmenwechsel bei der Bewertung der Verkehrsmittel und dementsprechend einige Maßnahmen, wie zum Beispiel ergänzende Routen, Fahrradstraßen oder eine sichere, direkte Führung durch den Hauptstraßenverkehr.

Related Posts

Comments are closed.

« »