Flüge nicht überstürzt stornieren!

22.08.2017 • Aktuelles, Kurznachrichten

Verbraucherzentrale zum Thema Insolvenz der Air Berlin

Die Meldung, dass die Fluggesellschaft Air Berlin Insolvenz angemeldet hat, wirft viele Fragen für Fluggäste auf.

Tatjana Halm, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern erklärt dazu: „Die Verbraucherzentralen raten davon ab, bei Air Berlin oder ihrer Tochter Niki gebuchte Flüge jetzt überstürzt zu stornieren. Wenn Flüge tatsächlich ausfallen sollten, haben Pauschalreisende die besseren Karten: Der Reiseveranstalter muss dann für eine Ersatzbeförderung sorgen. Andere Fluggäste hingegen können nur auf – wenig realistische – Entschädigung im Insolvenzverfahren hoffen.
Wer angesichts der Meldungen zur Insolvenz von Air Berlin nun kalte Füße bekommt und seinen Flug stornieren will, sollte die Folgen gut überlegen: Kunden haben wie bei jeder Stornierung nur Anspruch auf Rückerstattung von Steuern und Gebühren und allenfalls eines Teils des Ticketpreises. Zudem: Gezahlte Flugpreise gehören zur Insolvenzmasse, sodass hier Rückzahlungen – wenn überhaupt – erst im langwierigen Insolvenzverfahren zu erwarten sind.

Angesichts der Ankündigung, den Flugbetrieb fortführen zu wollen, ist es aus Sicht der Verbraucherzentralen nicht ratsam, gebuchte Flüge zu stornieren. Außerdem kann es durchaus auch möglich sein, dass andere Fluggesellschaften einspringen werden. Die Air-Berlin-Tochter Niki Air ist eine eigenständige GmbH und rein rechtlich nicht von der Insolvenz betroffen.“

Informationen

Weitere Information der Verbraucherzentrale stehen auf http://www.verbraucherzentrale-bayern.de/air-berlin-insolvent und werden laufend aktualisiert.

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