„Hier finden Menschen Heimat“

24.10.2017 • Aktuelles, Nachrichten

Vom Säugling bis zum Hochbetagten – durchschnittlich 400 Personen nutzen das Mehrgenerationenhaus (MGH) der Arbeiterwohlfahrt in der Ebersberger Straße jede Woche; und ebenso viele werden zusätzlich durch Angebote außerhalb der Einrichtung erreicht. Jetzt wurde zehnjähriges Bestehen gefeiert.

Einig waren sich die Redner dabei, dass es die Menschen, und in ganz besonderem Maße die Ehrenamtlichen sind, die das MGH am Leben erhalten. „Sie geben das Wertvollste, das es gibt: ihre Zeit“, betonte etwa Peter Kloo, der Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, vor den rund 80 Gästen.
Längst habe sich das Rosenheimer Mehrgenerationenhaus, eines von 550 durch Bundesmittel geförderte, als feste Anlaufstelle etabliert, wenn es darum geht, Unterstützung zu bekommen, so Kloo weiter. Mit dem MGH, das unter anderem Essen auf Rädern und Betreuungsmöglichkeiten anbietet, Seniorenreisen organisiert sowie diverse Selbsthilfegruppen und viele andere Initiativen beheimatet, biete sich eine generationenverbindende Informations- und Dienstleistungsdrehscheibe. Als Highlights der vergangenen zehn Jahre ließ er den Besuch der früheren Familienministerin Ursula von der Leyen, die Auszeichnung beim Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“ sowie die Realisierung eines barrierefreien Zugangs mit Mitteln der Aktion Mensch Revue passieren.
Mit kurzen Geschichten über den „Werdegang“ dreier Ehrenamtlicher machte Klaus Schindler, Leiter des Mehrgenerationenhauses, deutlich, dass aus einer allerersten Anfrage beim MGH zum Teil langjährige Freundschaften erwachsen können.

Den hohen Stellenwert des AWO-Hauses für das soziale Gefüge in der Stadt unterstrich auch Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer. Hier fänden Menschen eine Heimat, die nicht so begünstigt sind; wobei Bauer ausdrücklich nicht allein auf die monetäre Situation abzielte. Beispielsweise sei Vereinsamung, und zwar nicht nur im Alter, ein nicht zu unterschätzender Aspekt. „Wir sind für einander verantwortlich“, erinnerte sie und hob zugleich das positive Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamtlichen hervor.
Derzeit, ergänzte Kloo, sei die Finanzierung der Einrichtung aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und einem kommunalen Anteil sowie aus Eigenmitteln der AWO noch bis zum Jahr 2020 gesichert. Doch trotz der beständig angespannten Finanzlage ist er zuversichtlich, „dass noch viele weitere Geburtstage gefeiert werden können.
Marisa Pilger

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