„Philae“ unterwegs im All.

Europas Landung auf dem Kometen

16.06.2015 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Öffentliches astronomisches Kolloquium der Sternwarte Rosenheim am 25. Juni

Zehn Jahre lang trotzten die Computer der Kometen-Landesonde „Philae“ der Kälte und Hitze im Weltall, bevor sie für die Forschung relevante Daten senden konnten. Nach Ankunft auf dem Kometen „67P/Tschurj“ sendete dann „Philae“ Daten und Bilder und ermöglichte damit neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Prof. Dr. Berndt Feuerbacher, einer der Väter der Landesonde „Philae“ und Gründungsdirektor des DLR-Instituts für Raumfahrtsysteme in Bremen, ist am 25. Juni im Rahmen des öffentlichen astronomischen Kolloquiums der Sternwarte Rosenheim zu Gast. In seinem Vortrag „Rosetta, Philae und der Komet“ gibt er spannende Einblicke in die Mission. Der Vortrag findet um 19 Uhr im Hörsaal B 0.23 der Hochschule Rosenheim statt.

Kometen gehören zu den interessantesten Körpern der Weltraumumgebung. Sie sind Boten aus der Entstehungszeit der Erde und können als Nachweis wichtiger wissenschaftlicher Erkenntnisse dienen. Wissenschaftler der europäischen Raumfahrtagentur European Space Agency (ESA) erhoffen sich mit der „Rosetta-Mission“ bedeutende Erkenntnisse für die Wissenschaft und Forschung. Seit Ankunft der Raumsonde Rosetta im August 2014 am Zielkometen beobachten diesen zehn wissenschaftliche Instrumente. Drei Monate später setzte die Landesonde „Philae“ zur Landung auf dem Kometenkern des „67P/Tschurj“ auf. Die Messungen auf der Kometenoberfläche konnte „Philae“ mit Hilfe seiner Batterie 64 Stunden lang aufzeichnen und über das Mutterschiff Rosetta zur Erde senden. Aufgrund seiner Landung im Schatten konnten die Sonnenzellen von „Philae“ die Batterie nicht wieder aufladen, so schaltete die Landesonde dann alle Instrumente ab. Dennoch hat die Mission bis jetzt eine große Menge neuer Ergebnisse gebracht. Prof. Dr. Berndt Feuerbacher präsentiert in seinem Vortrag spannende Details sowie die ersten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Mission. Und wer weiß: Vielleicht meldet sich „Philae“ vor dem 25. Juni doch noch einmal, denn der Komet nähert sich immer mehr der Sonne.

Related Posts

Comments are closed.

« »