(Von links): Schulamtsleiter Wolfgang Tauber mit dem Fachteam der Inklusionsberatung bei der Enthüllung des Hinweisschildes: Delia Stockmeier, Monika Gegenfurtner, Brigitte Stettner, Bernhard Niedermayer und Barbara Klostermeyer. Foto: Petra Maier

Es ist normal, verschieden zu sein

04.06.2014 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Eröffnet: Inklusionsberatung für die Stadt und den Landkreis Rosenheim

Im Staatlichen Schulamt in Rosenheim wurde vergangene Woche ein Meilenstein in der Schulgeschichte feierlich eröffnet: Die Inklusionsberatung für die Stadt und den Landkreis Rosenheim hat mit ihrem Fachteam in der Königstraße 11 ihre Arbeitsräume bezogen. Von dieser zentralen Stelle aus wird das Team neutral, vernetzt und interdisziplinär Eltern beraten, deren Kinder festgestellten oder vermuteten sonderpädagogischen Förderbedarf haben. Vorrangiges Ziel der Arbeit ist die inklusive Schule. Alle Schüler sollen unter Beachtung ihrer individuellen Fähigkeiten begabungsgerecht gefördert werden – und zwar auf der Grundlage eines gemeinsamen Erziehungs- und Bildungskonzeptes. „Es ist noch nicht alles gut, aber vieles schon besser geworden“, so der Tenor der Veranstaltung, zu der auch Landrat Wolfgang Berthaler gekommen war.

Der Landrat betonte: „Es wird ein langer Weg, bis alle zufrieden sind, aber jeder Weg hat einen Anfang und der ist heute…“

Die Beratungsstelle sei ein echter Mehrwert für Eltern, führte er weiter aus – und Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer fügte hinzu: „Es wird mit Sicherheit unterschiedliche Erwartungen an diese Einrichtung geben. Wie gehe ich mit Enttäuschungen um? Auch diese Frage wird Antworten finden müssen. Sicher ist: Wir wollen niemanden allein lassen, aber es gibt meist auch unterschiedliche Wege…“

Schulamtsleiter Wolfgang Tauber freute sich über den Zuschlag vom Kultusministerium für die „Inklusionsberatung“ in Rosenheim. Eltern wünschen sich für ihre Kinder reguläre Beschulung in vertrautem sozialen Umfeld, so Tauber. Nun bekommen sie individuelle Beratung und die Möglichkeit, den richtigen Weg zu finden.

Schulrätin Angelika Elsner zeigte den langen Weg der Vorbereitung auf, den viele engagierte Mitarbeiter zurücklegen mussten, um diese unabhängige Beratungsstelle am Standort Rosenheim einzurichten. Die Teilhabekonferenzen in Stadt und Landkreis gaben den Impuls zu dieser Arbeit.

Als Koordinatorin des Fachteams der Inklusionberatung zeigte Schulpsychologin Barbara Klostermeyer ein Beispiel für gelungene Beratung. Sie sprach dabei auch für ihre vier Kollegen des Fachteams.

Schulpsychologin Brigitte Stettner (GS Erlenau), Beratungslehrer Bernhard Niedermayer (GS Happing), Beratungslehrerin Monika Gegenfurtner (Mobiler Sonderpädagogischer Dienst), Sonderpädagogisches Förderzentrum) und Delia Stockmeier, (MSD, Philipp-Neri-Schule für geistige Entwicklung) arbeiten gemeinsam mit Barbara Klostermeyer im Team der Inklusionsberatung.

Beratungsbeispiel

Das Fachteam hatte bereits einige Anfragen von Eltern und so konnte die Koordinatorin bei der offiziellen Einweihung der Beratungsstelle schon von gelungener Beratung berichten:

Sie erzählte von Timo (Name geändert), der neben multiplen Tics, häufigen Fieberkrämpfen, emotionalen Störungen und grobmotorischen Problemen noch viele weitere Verhaltensauffälligkeiten. Der Junge hatte viele Schulwechsel hinter sich, seine Eltern hatten ihn zur Verhaltenstherapie gebracht und Medikamente verschreiben lassen. Als sie zur Inklusionsberatung kamen, hatten sie einen leidvollen Weg hinter sich gebracht. Vom Fachteam der Beratungsstelle fühlten sich Eltern und Kind erstmals in ihrer individuellen Situation wahrgenommen. Gemeinsam mit den vielen Beratungspartnern aus den verschiedensten Schulen, Ärzten, der Jungendhilfe, Schulbegleitern und rechtlichen Beratern gelang es, interdisziplinär einen Lösungsweg zu entwickeln.

„Wir bieten Einzelfallberatung aus einer Hand“; erklärt Barbara Klostermeyer und weist darauf hin: „Der Weg zu uns ist ganz einfach: Ein Anruf oder eine Mail genügen und wir nehmen Kontakt auf, organisieren Gespräche, vermitteln Ansprechpartner, sind ,Türöffner‘ zu Behörden und begleiten Sie zu weiteren Einrichtungen.“

Selbstverständlich ist diese Beratung kostenlos und die Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht.

Kontakt

Gerne hilft das Fachteam weiter, wenn Sie Rat beim Übergang von der Kindertagesstätte zur Schule benötigen, wenn Sie Fragen zur Schulaufnahme, zur Schullaufbahn und zu schulischen Abschlüssen haben, wenn Sie Beratung über das Angebot schulischer und außerschulischer Unterstützung brauchen oder Sie sich einfach über Möglichkeiten der schulischen Inklusion in unserer Region informieren möchten.

Interessierte erreichen die Inklusionsberatung in der Königstraße 11 in Rosenheim, Zimmer 32 (3. Stock), mittwochs von 12 bis 13.30 Uhr, Telefon 0 80 31/3 92 20 69, per E-Mail an: inklusion@la-rosenheim.de
 Petra Maier

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