Eines der „Wiese“-Bilder von Andreas Pytlik.

Erfrischend grün im Winter

30.01.2018 • Aktuelles, Kultur, Stadt Rosenheim

Die Städtische Galerie Rosenheim eröffnet am 2. Februar die Ausstellung WIESE

Inmitten der kalten, grauen Wintertage verwandelt sich die Städtische Galerie Rosenheim vom 2. Februar bis 11. März mit der Ausstellung WIESE in eine grüne Oase – zur Erfrischung von Geist und Gemüt.

Malerei, Fotografie, Raum-Zeichnungen sowie Klang- und Videoperformances: Diese Techniken nutzen die Künstler Andreas Pytlik, Bettina Gorn, Christoph Lammers und Andreas Usenbenz zur Auseinandersetzung mit diesem Grünland als einem ganz besonderen Kultur-Raum. Im Vordergrund der Ausstellung steht die Gefühlswelt – Assoziationen rund um diese vermeintlich grüne Fläche, die die Künstler über das Zusammenspiel aus Bild, Ton und Interaktion immer wieder neu und anders bei den Besucherinnen und Besuchern hervorrufen wollen:

Der „Grünkünstler“ Andreas Pytlik seziert mit Hilfe der Malerei unterschiedliche Wahrnehmungsweisen von Wiese. In radikaler Reduktion zersetzt er die Landschaft bis hin zu einzelnen Farbinformationen. Nicht die illustrative Abbildung, sondern der gemeinsame Klang der Farben erzeugt im Betrachter etwa das Bild einer bunt blühenden Blumenwiese. Erstmals in dieser Ausstellung wird auch ein Video von ihm zu sehen sein, in dem er sich mit dem Mähen in seiner transzendentalen Funktion für die Wiese auseinandersetzt.

In Kontrast zum dominierenden Grün in Pytliks Werken tritt das Grau des Raum-Zeichners Christoph Lammers. Seine filigranen Zeichnungen einer wachsenden Pflanzenwelt erstrecken sich über den ganzen Raum und laden die Besucher ein, sich darin zu verwickeln und zu verweilen.
Bettina Gorn fokussiert in ihren Foto- und Videoarbeiten den Menschen in seiner Interaktion mit der Wiese und ihren natürlichen Ressourcen wie Blüten, Gräser oder Erde. Mit gezielten Bewegungstechniken und Mitteln der Abstraktion kreiert sie dabei berührende Bilder, in denen sich die traumhafte Welt der Wiese visuell offenbart.

Innerhalb der Ausstellung kann Wiese jedoch nicht nur unterschiedlich gesehen, sondern auch gehört werden. Mit einer speziell entwickelten Tontechnik hat der Klangkünstler Andreas Usenbenz den ganz eigenen Sound der Wiese eingefangen, der die Besucher während ihres Rundgangs durch die Ausstellung begleitet.
In ihrem Zusammenspiel erinnern die künstlerischen Bearbeitungen des Themas an den Facettenreichtum von Wiese und mahnen zugleich deren Vergänglichkeit und die aktuelle Bedrohung dieses einzigartigen Ökosystems, dessen Artenvielfalt durch Bebauung und eine industrialisierte Landwirtschaft vom Menschen rigoros zerstört wird.

Die Öffnungszeiten sind: Dienstag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag, 13 bis 17 Uhr, montags und Faschingsdienstag geschlossen.
Mehr Informationen auch zum kulturellen Rahmenprogramm gibt es unter www.galerie.rosenheim.de.

 

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