Geschäftsführerin Sabrina Obermoser und Erster Vorstand Paul Adlmaier sehen positiv in die Zukunft des Rosenheimer Citymanagements. Foto: Schlecker

Erfreuliches aus dem Märchenland

14.03.2017 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Positive Bilanz des Citymanagements Rosenheim – Launige Rückschau

Bei der Jahreshauptversammlung des Citymanagements Rosenheim im von den Mitgliedern zahlreich besuchten Kultur- und Kongresszentrums herrschte eine positive Grundstimmung. Die Zahlen, die im Jahr 2016 erreicht wurden und die gute Resonanz auf die verschiedenen Veranstaltungen waren dafür die Grundlage.

So konnte die Mitgliederzahl um 20 auf nunmehr 250 gesteigert werden. Auch die finanzielle Bilanz liegt mit einem Überschuss von gut 66 000 Euro wieder im Plus, nachdem für 2015 aufgrund der Doppelbelastung durch die Einführung der Geschäftsführerin Sabrina Obermoser durch den scheidenden Günter Boncelet noch ein leichtes Minus zu verzeichnen war.

Mit Freude blickte dementsprechend der Erste Vorsitzende Paul Adlmaier auf das Jahr 2016 zurück – und ebenso in die Zukunft. Zum Beispiel auf die Fortführung des Einzelhandelskonzeptes für Rosenheim mit der Firma „Cima“, einzigartig über den langen Zeitraum von mittlerweile zehn Jahren. Einzig die zahlreichen Straßenbaustellen im laufenden Jahr trieb ihn zur Forderung, diese doch nach Möglichkeit noch schneller durchzuführen, um die Behinderungen weiter zu minimieren.

Geschäftsführerin Sabrina Obermoser konnte ebenfalls auf ein erfolgreiches zweites Jahr ihrer Amtsführung zurückblicken, auch wenn die Veranstaltungen von „Rosenheim in Bewegung“ über die Antik- ünd Trödelmärkte bis hin zum Stadtfest und den „Rosigen Zeiten“ durch die Bank nicht vom Glück mit dem Wetter begleitet waren. „Wie es bei Citymanagement-Veranstaltungen halt so ist, es hat geregnet“, stellte sie leicht resigniert fest. Dem schlechten Wetter beim erfolgreichen Streetfood Market konnte sie allerdings schon wieder Gutes abgewinnen: Die „Fresswagen“ seien vom erfreulicherweise großteils jungen Publikum derart überrannt worden, dass, als gegen Ende der Veranstaltung der Regen einsetzte, die meisten ohnehin komplett ausverkauft waren. Ein klares Zeichen, auch diese Veranstaltung auch heuer wieder durchzuführen.

Auch die anderen Veranstaltungen waren gut besucht und konnten das Ziel, Rosenheims Innenstadt attraktiv zu präsentieren, erfüllen. Diesen Weg gilt es weiter zu gehen und punktuelle Verbesserungen einzuarbeiten.

Noch keinen Schritt weiter ist man mit der Online-Präsentation der Stadt gekommen. Es seien hier schnell einmal 100 000 Euro und mehr ausgegeben. Dies wolle man nur riskieren, wenn auch wirkliche Effekte zu erwarten seien. Jüngste Beispiele aus Wuppertal oder Mönchengladbach hätten hier eher das Gegenteil belegt. Neu kreiert hingegen sollen Aktionen rund um den „City Scheck“ werden, um dessen Popularität zu steigern.

Speziell das in Zusammenarbeit der Initiative „Starke Partner – gemeinsam für Rosenheim“ eingeführte „Adventsbusshuttle“, von etwa 24 000 Fahrgästen genutzt, diente Obermoser als Beispiel dafür, welch positive Effekte erreicht werden können, wenn alle an einem Strang ziehen.

Was die Geschäftsführerin zu einem launigen Rückblick auf ihre ersten beiden Jahre in Rosenheim brachte. In Märchenform schilderte sie ihre Erfahrungen als „Heidi“, die in die große „Stadt hinter den sieben Bergen“ kam. Sie lernte die „Königin von Rosenheim“ und ihre Macht kennen und schätzen, wollte aber keine „hässlichen Frösche“ küssen und tat dies auch nicht. Unterstützung auf ihrem Weg von der Heidi zum „Schneewittchen“ bekommt sie von „ihren sieben Zwergen“, dem Vorstand und den Kassenprüfern des Citymanagements. Manchmal, wenn sie den Durchblick ein wenig verliere, wer mit wem kann und wessen Befindlichkeiten zu berücksichtigen seien, da vermisse sie allerdings das Fach „Kindergartentante“, das sie in ihrer Ausbildung offensichtlich zu belegen vergessen hat.

Dennoch fiel ihr Rückblick positiv und der Dank für die Hilfe ihrer „sieben Zwerge“ überschwänglich aus.
Nach Obermoser übernahm die „Königin“ höchstpersönlich das Rednerpult. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer ging auf die beiden größten Gefahren für den innerstädtischen Einzelhandel hin: Online-Handel und Nahversorgungszentren im Umland, die auch das Sortiment der Einzelhändler besetzen.
Lobende Worte fand Bauer für die Citymanagerin. Ein „unaufgeregter Mensch“ müsse sie sein, wenn sie einen ursprünglich ablehnenden Verwaltungsbescheid in einen Riesenerfolg verwandeln könne, wie im Vorfeld des Streetfood Market geschehen.

Eine Gesprächsrunde zum Thema „Chancen und Herausforderungen durch die Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte“ rundete die Jahreshauptversammlung ab. Reinhard Tomm, Polizeidirektor und Leiter der Bundespolizei Rosenheim, Dr. Nicole Cujai, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Rosenheim, und die 2013 aus Afghanistan geflüchtete Fresha Musafer, mittlerweile in der Ausbildung zur Pharmazeutisch-technischen Assistentin schilderten ihre Erfahrungen. nu

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