Engagiert – differenziert – vernetzt

12.09.2017 • Aktuelles, Kurznachrichten

Neues Programm des Evangelischen Bildungswerkes

Den Programmauftakt des neuen Programmes des Evangelischen Bildungswerkes bildet am 5. Oktober das zweite Rosenheimer Bildungsforum Integration, das erneut in Kooperation mit den großen, regionalen Bildungsplayern, kbw und VHS, sowie der Stadt und dem Landkreis Rosenheim stattfindet. Thema: Erfolgsfaktor Netzwerk mit Prof. Dr. Egon Endres.

Eine andere Veranstaltung befasst sich damit, dass Helfende in der Begleitung von Menschen auf der Flucht immer wieder an den Punkt kommen, sich heimlich oder offen zu fragen „Wie tickst du denn?“. Das stark nachgefragte Seminar in interkulturellem Training wird sich damit am 20. Januar 2018 beschäftigen. So manche Ehrenamtliche fragen sich das auch in der Auseinandersetzung mit hiesigen Nachbarn, Freunden oder gar in Diskussionen in der eigenen Familie. Hier sind es eher sogenannte „Stammtischparolen“, die den Helfern zu schaffen machen. Unterstützung für solche Streitgespräche erhalten sie am 7. Oktober. Wertschätzenden Umgang in der Asyl- und Flüchtlingsarbeit – auch in Konflikten im Helferkreis, im Umgang mit Sozialarbeitern oder Organisationen – kann man 10. Februar 2018 mit Renate Otterbein trainieren.
Wer sich für „Muslimisches Leben in Rosenheim“ interessiert, sei herzlich zu einem Besuch der Moschee mit Frea Rauh, am 11. November eingeladen. Und wer sich für Präsident Erdogan und die – für die Flüchtlingspolitik wichtigen – politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in der Türkei interessiert, sei am 15. Januar 2018 begrüßt. Prof. Dr. Christoph Neumann wird wieder profund die aktuelle Situation in der Türkei reflektieren.
Untertstützung in Rechtsfragen
Durch die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland bedürfen Helfende immer häufiger Unterstützung in Rechtsfragen. Wo bewege ich mich als Ehrenamtliche noch im legalen, wo schon im illegalen Bereich, besonders beim Thema Abschiebung? Der Referent und Anwalt, Dr. Bethäuser, wird sich am 8. November ihren (Einzel-)Fragen stellen. Ausgelöst etwa durch den Abschiebebescheid wird sichtbar: Asylsuchende und Geflüchtete tragen meist mehrere Traumalasten mit sich – aus der Zeit vor, während und nach der Flucht nach Deutschland. Diplompsychologin, Maria Zepter, führt Helfende am 25. November in kultursensible Begleitung von Muslimen in Abschiedssituationen ein.
Durch die derzeitige Abschiebepraxis fühlen sich viele hilflos und nicht nur emotional erschöpft. „Was bleibt dann noch?“ Die erlebte Handlungsunfähigkeit wirft bei vielen Helfenden die emotionale Frage nach dem Sinn und Wert ihres freiwilligen Engagements auf. Am 13. Januar 2018 bietet sich die Gelegenheit, zusammen mit Christine Kölbl, sich selbstfürsorglich und solidarisch mit anderen Engagierten auszutauschen, die eigenen Ressourcen wahrzunehmen und zu aktivieren und Ziele (neu) zu denken und konkrete Schritte zu planen.
Wer Helferkreise leitet, sei auf die Fortbildungsreihe „Inspiriert leiten und begleiten“ in Kooperation mit der Diakonie hingewiesen, die am 18. November beginnt.
Weitere Informationen und die Anmeldung findet man unter www.ebw-rosenheim.de unter der Kategorie EHRENAMT. Gerne senden wir Ihnen unser Programm auch zu, Telefon 0 80 31/80 95 58-0.
Das Evangelische Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg e.V. unterstützt seit Jahren mit einem hochwertigen und meist kostenfreien Fortbildungsprogramm freiwillig Engagierte in der Asyl- und Flüchtlingsarbeit. Finanziert wird dieses Angebot durch das evangelische Dekanat Rosenheim und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern.

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