Laudatorin Natascha Kohnen, Fraktionsvorsitzende Bezirkstagsfraktion der SPD Helga Hügenell, Preisträgerin Katrin Hennig, die Rosenheimer Bezirksrätin Elisabeth Jordan und Bundestags-Abgeordnete Bärbel Kofler (von links).

Engagiert für Autismus-Selbsthilfe

24.04.2018 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Bezirkstags-SPD verlieh Sozialpreis an Katrin Hennig

Die SPD im Bezirkstag von Oberbayern hat zum vierten Mal ihren Sozialpreis verliehen. Bei einem Festakt in Rosenheim wurde er vor Kurzem an Katrin Hennig überreicht. Die gebürtige Bad Aiblingerin ist Mutter eines autistischen Sohnes. Sie gründete 2014 eine Autismus-Selbsthilfegruppe, um betroffene Eltern in der Region Rosenheim zu vernetzen. Die bis heute von Hennig geleitete Gruppe hat rund 400 Mitglieder.

2016 war Hennig Mitbegründerin des Vereins Autismus Rosenheim, in dem sie als Zweite Vorsitzende wirkt. In ihrer Dankesrede schilderte Hennig die bescheidenen Anfänge der Selbsthilfegruppe, aus denen sich ein über Rosenheim hinausreichendes Netzwerk entwickelt habe. Das Ziel sei aber immer gleich geblieben: Menschen mit und ohne Behinderungen sollten „auf Augenhöhe sein“.

Vorbild für Inklusion

Die Laudatio auf Hennig hielt SPD-Landesvorsitzende Natascha Kohnen. Sie forderte mehr gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung. Darauf sei Hennigs Arbeit gerichtet. Kohnen nannte Hennig ein „Vorbild“ für Inklusion und rief ihr zu: „Sie bringen unsere Gesellschaft voran!“ In die gleiche Kerbe schlug die Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler, Menschenrechts-Beauftragte der Bundesregierung. Hennigs Wirken richte sich gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Damit sei Hennig im Sinne der Menschenrechte aktiv. Lob erhielt Hennig auch von der Vorsitzenden der Bezirkstags-SPD, Helga Hügenell: „Eine lebendige, solidarische und intakte Gesellschaft braucht ehrenamtliches Engagement.“ Dafür stehe Hennig.

Hügenells Stellvertreter Mike Malm erläuterte den Hintergrund des Sozialpreises. Die erstmals 2011 vergebene Auszeichnung würdige Menschen, die sich ehrenamtlich für soziales Miteinander einsetzten. Auch sei er ein „politisches Signal gegen die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung.“ Die örtliche Bezirksrätin Elisabeth Jordan betonte in ihrer Moderation, unser aller Ziel müsse sein, dass die selbstverständliche Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft gelingen könne. Der unter anderem von Jordan organisierte Abend endete mit Musik vom „Irish Folk Ensemble“ der Musikschule Rosenheim und lebhaften Gesprächen.

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