Von links: Christian Z., Elisabeth Röckl-Larasser (Fa. Larasser-Bergmeister), Herbert Maurer (Job-Coach) und Sonja Bert (Arbeitsvermittlerin Jobcenter Rosenheim Stadt.

Endlich eine Chance auf Arbeit

15.05.2018 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Raus aus der Langzeitarbeitslosigkeit – Ein Beispiel, das Mut macht!

„Es ist ganz schön frustrierend, keine Arbeit zu haben und gleichzeitig mit der Gewissheit leben zu müssen, dass sich das vielleicht auch nicht mehr ändern wird“, erzählt Christian Z. „Ich lebte schließlich schon lange von Hartz IV und meine Bemühungen, wieder einen Job zu finden, liefen immer ins Leere. Aber meine zuständige Arbeitsvermittlerin vom Jobcenter der Stadt Rosenheim, die sich nun um mich und um meinen „Fall“ kümmerte, wollte das so nicht hinnehmen. Sie meinte: Mit 46 Jahren sind Sie einfach noch zu jung, um aufzugeben! Sie werden sehen, wir schaffen das!“

Sonja Bert, die Arbeitsvermittlerin vom Jobcenter, schmunzelt und ergänzt: „Ich kümmere mich schon länger um Langzeitarbeitslose und war mir sicher, dass wir mit unseren umfassenden Möglichkeiten und Betreuungskonzepten den gelernten Metallbauer wieder in Arbeit bringen würden. Anfangs war er von der Idee nicht besonders begeistert, aber wir haben in vielen Gesprächen ein gegenseitiges Vertrauen aufgebaut. Nach langer Arbeitslosigkeit reicht aber die Motivation alleine nicht aus, sondern man braucht dazu einen Arbeitgeber, der nicht sofort „Nein“ sagt, sondern sich überzeugen lässt. Diesen Arbeitgeber haben wir in der Kunstschmiede Bergmeister gefunden. Also bin ich direkt zum Betrieb rausgefahren und habe persönlich mit dem Firmenchef geredet.“

Der jetzige Arbeitgeber von Christian Z. über seine Beweggründe einen Langzeitarbeitslosen einzustellen: „Wir sind seit über 60 Jahren eine inhabergeführte renommierte Kunstschmiede mit 20 Mitarbeitern in Ebersberg. Nach dem Ausscheiden eines Mitarbeiters im Sommer 2018 schalteten wir bei der Agentur für Arbeit (AA) eine Anzeige, in der wir einen Metallbauer mit Berufserfahrung suchten. Nach einer Neueinstellung eines Metallbauers im Oktober 2017 war die Personalsuche über die AA eigentlich schon abgeschlossen. Verspätet kam dennoch im Dezember 2017 eine Bewerbung von Herrn Z. bei uns an. Die Bewerbung war äußerlich sauber, bemüht und korrekt. Der Lebenslauf war bunt und warf einige Fragezeichen auf. Dennoch entschlossen wir uns, den Bewerber kennenzulernen. Bei diesem Bewerbungsgespräch kamen einige unklare Punkte im Lebenslauf zur Sprache: Biografische Brüche, versuchte Selbstständigkeit, Krankheit, Unfall und weitere Probleme waren Themen des Zusammentreffens. Nach diesem ernüchternden, aber sehr ehrlichen Gespräch mit Christian Z. waren wir seiner Bewerbung eher ablehnend gegenüber eingestellt. Bitte keine neuen Probleme beim Personal! Seine ehrliche und offene Art war dann aber ausschlaggebend, dass wir ein vierwöchiges Praktikum vereinbarten. Gleich am ersten Arbeitstag kam er zu spät, da er mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Rosenheim zu uns unterwegs war und den Zug versäumt hatte. Dennoch fügte er sich in den nächsten Wochen sehr gut in den Betriebs- und Arbeitsablauf ein, kam nicht mehr zu spät, hatte eine gute Auffassungsgabe und kam gut mit unseren Mitarbeitern zurecht. Daraus entstand ein gegenseitiges vertrauensvolles Kennenlernen, das schließlich in einen zwar zunächst befristeten, aber von unserer Seite geplanten unbefristeten Vertrag führen soll. Voraussetzungen für die Einstellung waren aber in erster Linie sein fachliches Können, sein Wille sich wieder in einen täglichen Arbeitsprozess einzufügen, und seine Zuverlässigkeit.“
Die Jobcenter-Arbeitsvermittlerin ergänzt die Ausführungen der Firma: „Es wurde zuerst eine für den Betrieb unproblematische und abgesicherte Probearbeit vereinbart und später ein Einarbeitungszuschuss für die ersten Monate angeboten. Mit dem Zuschuss soll ermöglicht werden, fehlende Kenntnisse wieder zu erlangen. Es ist quasi ein Ausgleich für den Zeitaufwand und die noch nicht volle Leistungsfähigkeit. Damit unser langzeitarbeitsloser Kunde seine Arbeitsstelle in Ebersberg besser erreichen kann – er war für die einfache Fahrstrecke eineinhalb Stunden unterwegs – bekam er eine Unterstützung beim Kauf eines gebrauchten Pkws. Um die ersten Monate der Eingewöhnung in das Arbeitsleben besser meistern zu können, wurde ihm Herbert Maurer, ein Job Coach, zur Seite gestellt. Seine Aufgabe ist es, dem früheren Langzeitarbeitslosen im neuen Berufsleben mit Rat und Tat zur Seite zur stehen. Außerdem unterstützt der Job Coach bei administrativen Aufgaben, die den täglichen Ablauf der neuen Arbeitsstelle beeinträchtigen könnten, (zum Beispiel Behördengänge und so weiter).“
Christian Z. freut sich über sein neues Leben: „Trotz meiner längeren Arbeitslosigkeit und meines nicht so perfekten Lebenslaufs hat mir die Firma Larasser-Bergmeister eine Chance gegeben wieder in meinem erlernten Beruf als Metallbauer zu arbeiten. Ich bin einfach nur happy und das sage ich auch immer wieder meiner Arbeitsvermittlerin. Ohne ihr persönliches Engagement hätte ich den Weg zurück nicht geschafft.“

 

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