Ganz einfach Schritt für Schritt

07.01.2020 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Auch heuer hat ein Viertel der Bürger gute Vorsätze gefasst

„Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muss sie die Treppe hinunterprügeln, Stufe für Stufe.“ Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain fasste schon vor über 100 Jahren das Dilemma der guten Vorsätze treffend zusammen. Auch zu Silvester 2019 haben sich, so die Statistiker, rund ein Viertel aller Bundesbürger wieder gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst.

Ganz oben auf der Liste steht dabei der Wille, künftig mehr Sport zu treiben. Der digitalen Welt ist wohl Platz zwei geschuldet: Fast die Hälfte der Menschen mit Plänen, ihr Leben zu verändern, will weniger Zeit in den sozialen Medien verbringen. Zwei Klassiker der guten Vorsätze ist eine gesündere Ernährung und der endgültige Abschied vom Rauchen. Auch die Umstellung auf vegetarische Ernährung und Gewichtsabnahme haben sich viele Bürgerinnen und Bürger vorgenommen. Leider gelingt es, wie viele Studien belegen, nur einem kleinen Bruchteil der Menschen, ihre guten, mit viel Schwung und Überzeugung gefassten Vorsätze einzuhalten. Experten raten hier, frei nach Mark Twain, nicht nur zu realistischen Zielen, sondern auch zu einer Umsetzung Schritt für Schritt. Auch große Wünsche können umgesetzt werden, doch nur mit einem „Schlachtplan“, der Zwischenschritte markiert und dessen Verwirklichung auch die alltäglichen Lebensgewohnheiten miteinbezieht.

Wer etwa an Silvester den Entschluss gefasst hat, künftig mehr Sport zu treiben, sollte für März noch keinen Marathonlauf anvisieren. Sich zweimal in der Woche bewusst zu bewegen, ist für den Einstieg als Sportmuffel völlig in Ordnung. Angenehmer Nebeneffekt: Kleinere Schritte lassen sich viel besser in den bisherigen Lebensalltag einbinden, der Start in ein gesünderes Leben fällt damit viel einfacher.

Wichtig sind auch ein Blickwechsel und positive Formulierungen. Ab morgen gibt es keine Lasagne und keine Pizza mehr – das motiviert wohl die wenigsten. Doch sich zu sagen „Ab sofort will ich viele neue Rezepte ausprobieren und mir feine, frisch gekochte Mahlzeiten zubereiten“, klingt schon etwas anders. Hilfreich ist es auch, sich immer wieder den Nutzen, den man sich von der Umsetzung seiner Lebensumstellung verspricht, vor Augen zu führen: Ich werde mich fitter und besser fühlen, wenn ich regelmäßig Sport mache. Oder: Ich treffe viele nette Leute, wenn ich in den Yoga-Kurs gehe, anstatt im Internet zu surfen. Übrigens gibt es zur Unterstützung auch zahlreiche unterschiedliche Apps, die beim Verwirklichen der guten Vorsätze helfen können. Wer auf den digitalen Zuspruch nicht verzichten will, für den gibt es von der Rauchfrei-App, Ernährungs-App bis hin zur Fit durchs Jahr-App unzählige Anwendungen.

Für gute Vorsätze, ganz nebenbei bemerkt ist es übrigens nie zu spät, es muss nicht immer an Silvester sein. Warum sich nicht einmal vornehmen, sich mehr Zeit für seine Liebsten oder sich selbst zu nehmen? Mehr zu schlafen, sich für einen guten Zweck einzusetzen oder etwa Neues zu lernen? Oder ganz einfach öfter zu lächeln, dankbarer zu sein und sich nicht über alles gleich aufregen. ff

 

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