Das Schechener Rathaus als Wintertraum. Foto: Ellermeyer

Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art

06.12.2016 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten

Betreuungsgruppe Demenz für Schechen aufgebaut

Bedingt durch die demografische Entwicklung erkranken leider immer mehr Menschen an Alzheimer und anderen Formen von Demenz. Meist werden die Erkrankten von Familienangehörigen daheim gepflegt. Diese oft auf lange Zeit ausgerichtete Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz oder auch anderen Behinderungen sind mit erheblichen psychischen und körperlichen Belastungen für die Angehörigen verbunden.

Nach mehreren vorbereitenden Gesprächen durch die Seniorenbeauftragte Evi Kaesler, Nachbarschaftshilfe -Vorstand Reinhard Socolov mit Fachleuten, Bürgermeister Hans Holzmeier und der Gemeinde erklärte sich die Nachbarschaftshilfe – soziales Netz – Schechen e.V. in der Vorstandssitzung vor einem Jahr bereit, die Trägerschaft für eine noch zu installierende Betreuungsgruppe zu übernehmen. Die detaillierten Modalitäten – einschließlich der Kostenübernahme durch Gemeinde und Verein – wurden in einer Besprechung kurz darauf im Rathaus in Schechen festgelegt. Eine intensive Werbung im Gemeindebereich verlief erfolgreich, so dass nach gründlicher und fachlicher 40-stündiger Ausbildung zwölf Betreuerinnen als Helferkreis zur Entlastung pflegender Angehöriger von an Demenz erkrankten Menschen ab Januar 2017 zur Verfügung stehen. Der Aufbau dieser Gruppe konnte nur durch das positive Zusammenwirken aller Beteiligten und der Unterstützung durch den Pfarrverband sowie die Gemeinde umgesetzt werden.

Das Angebot der Betreuungs-Gruppe Demenz (BGD):

Eine dreistündige, kurzweilige und kompetente Betreuung durch eine ausgebildete Fachkraft (Ariane Taube) und geschulte Helferinnen jeweils am Montag von 14 bis 17 Uhr, beginnend ab 16. Januar 2017 im Pfarrheim Hochstätt. Angeboten werden: Gemeinsames Kaffeetrinken, Gespräche, Gesang, Spiele und Tanz, Gymnastik, Esoterik, Spaziergänge, kreative Angebote und vieles mehr.

Durch diese Betreuung sollen Angehörige entlastet und unterstützt werden, damit sie einmal Zeit für sich selbst bekommen, auch wichtige Dinge zu erledigen und einfach einmal aufatmen können. Je Nachmittag müssen Kosten in Höhe von 30 Euro erhoben werden, die in der Regel über die Pflegekasse als zusätzliche Betreuungskosten abgerechnet werden können. Weitere Einzelheiten können zentral aufliegenden Flyern entnommen werden.

Zur Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung bei Reinhard Socolov (01 77/6 62 66 61), Evi Kaesler (0 80 39/24 58) oder Ariane Taube (0 80 39/4 089 41) erforderlich. Auch ein Fahrdienst kann über die Nachbarschaftshilfe organisiert werden.
Lutz Ellermeyer

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