Regierungspräsident Christoph Hillenbrand, Landrat Josef Neiderhell, Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots, Bezirksrat Sebastian Friesinger, Sebastian Bauer vom IHK-Gremium, Schulleiter Anton Seitz und Bad Aiblings Bürgermeister Felix Schwaller (von links) zeigen sich überzeugt von den gelungenen Umbaumaßnahmen.

Ein gutes Aushängeschild für Handwerk und Industrie in der Region

07.05.2014 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten

Bad Aiblings Berufsschule wurde nach vierjähriger Bauzeit eingeweiht

Eines der großen Schulbauprojekte des Landkreises Rosenheim, die Erweiterung und der Umbau der Berufsschule in Bad Aibling, ist mit der Einweihungsfeier abgeschlossen worden. In knapp vier Jahren investierte der Landkreis als Sachaufwandsträger beinahe 31,5 Millionen Euro.

Dieser finanzielle Kraftakt hat sich gelohnt, denn für die sanierte Schule gab es viel Lob. Regierungspräsident Christoph Hillenbrand sprach von einer wirklich beeindruckenden transparenten Anlage, Bad Aiblings Bürgermeister Felix Schwaller von einem architektonischen Kleinod, trotz der Zweckbauten und Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots von einem Aushängeschild für das Handwerk. Auch Sebastian Bauer, der Vorsitzende des IHK-Gremiums Rosenheim war beeindruckt, man könne nur gratulieren, wenn man so etwas an die Hand bekomme.

Bei all der Begeisterung für die neue Berufsschule und die optimalen Lehrmöglichkeiten wies der Regierungspräsident aber auch darauf hin, dass die Pädagogik entscheidend sei und die Schule wesentlich von den Menschen geprägt werde. Ähnlich sah es Landrat Josef Neiderhell, der in seiner Ansprache an die erst kürzlich geehrten Staatspreisträger erinnerte: Wenn das Ambiente stimme, dann könne man auch gut lernen. IHK-Chef Bauer lobte die hohe Bedeutung der dualen Ausbildung, sie sei wichtiger denn je. Berufliche Bildung sei ein unverzichtbarer Standortfaktor. Bauer forderte, die Bildungspolitik nicht nur auf die Akademiker zu fokussieren.

Landrat Neiderhell bedankte sich bei den Kreisräten, es habe ihn immer mit Stolz erfüllt, dass der Kreistag die Investitionen einstimmig mitgetragen habe. Laut Hillenbrand hätten sich die Kreisräte und der Landrat wirklich an allen vier Berufsschulen des Landkreises engagiert. Sie kümmerten sich um Modernität, sagte der Regierungspräsident und ergänzte, sozusagen als Beweis, dass er den ersten 3D-Drucker in seinem Leben vor Jahren an der Berufsschule in Wasserburg gesehen habe. Sebastian Bauer von der IHK sieht die Berufsschule in Bad Aibling bezüglich ihrer technischen Ausstattung ihrer Zeit voraus. Er sei überzeugt, dass die Schule eine Vielzahl top qualifizierter Fachkräfte hervorbringen werde, so Bauer abschließend.

Nach dem kirchlichen Segen durch die Bad Aiblinger Pfarrer Georg Neumaier und Hanns-Martin Krahnert sowie der symbolischen Schlüsselübergabe durch Architekt Thomas Strähle vom Stuttgarter Architekturbüro Aldinger Architekten lud Schulleiter Anton Seitz die rund 200 Ehrengäste zu einem Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten ein. Die Erweiterung und der Umbau der Bad Aiblinger Berufsschule war in drei Bauabschnitten ausgeführt worden. Im ersten Schritt entstanden neue Gebäude für Anlagentechnik, Metalltechnik, Fertigungstechnik, Metallbau und Bautechnik. Auch eine Biomasse-Heizung wurde errichtet. Im zweiten Bauabschnitt erhielt die Berufsschule in der Mitte des Schulgeländes einen Campus mit Pausenhalle und Mensa.

Für die Bautechniker gab es neue fachintegrierte Unterrichtsräume, in denen entsprechend dem neuen Schulkonzept der Berufsschule, die theoretische und praktische Ausbildung unmittelbar nebeneinander stattfindet. Im dritten Bauabschnitt wurde das ehemalige Hauswirtschaftsgebäude umgebaut und energetisch saniert. Darin sind jetzt die Hausmeisterwohnung, die Werkstatt und die Unterrichtsräume für das Berufsvorbereitungsjahr sowie die Werkhallen für Zimmerer und Maurer untergebracht. Zudem wurden die Freianlagen und der Allwetterplatz neu gestaltet. Von den Baukosten entfielen 26,6 Millionen Euro auf die Erweiterung sowie den Umbau mit Generalsanierung der Gebäude. In die Ausstattung der Berufsschule investierte der Landkreis weitere 4,8 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern förderte das Projekt mit 10,3 Millionen Euro.

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