Die PrimeTime des Lebens ist jetzt!

21.07.2015 • Aktuelles, Nachrichten

Abiturfeier der FOS und BOS Rosenheim im KuKo

1587 Plätze waren im Ku‘Ko voll besetzt, um mit den 667 Abiturienten der FOS und BOS Rosenheim ihren Abschluss festlich zu feiern. Neun von ihnen haben einen Notendurchschnitt von unter 1,5 erreicht, darunter Veronika Kafl aus der 13. Klasse Wirtschaft, als beste Schülerin. 109 Schüler durften sich über ein allgemeines oder fachgebundenes Abitur freuen. Die Zeugnisse wurden von den Klassenleitern nach der festlichen Gala jedem Schüler persönlich überreicht.
Susanne Braune und Kai Horche, zwei Lehrer an der Schule, verliehen als Moderatoren dem Abend einen galanten Touch und geleiteten als erste Rednerin Heidi Kribitzneck, Vorsitzende des Elternbeirats, auf die Bühne. Sie beglückwünschte die Schüler zu ihrem großen Erfolg, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den Funktionären der Schule und verlieh ihrer Freude Ausdruck, dass der Elternbeirat die Theatergruppe unter Iris Bentz bei ihrer gelungenen Aufführung unterstützen durfte.
Für die Abiturienten kamen die Schülersprecher Johannes Doenicke, Julia Pachaly und Felix Schenk auf die Bühne. Sie verglichen in ihrer humorvoll ironischen Abschlussrede den Werdegang, hin zum Abitur, mit einer „Love-Story“, sicherlich unterbrochen mit dem einen oder anderen „Shrek“, aber dann auch Gefühlen wie bei „50 shades of grey“. Nach der zehnten Klasse habe man sich gefühlt wie der „König der Löwen“ und der „Step up 2“ ebnete die Bahnen zu dem heutigen Abend, wenn auch mit dem einen oder anderen „Hangover“. „Abitur 20.15. Hört sich ziemlich stark nach PrimeTime an. Die PrimeTime unseres Lebens, die ist genau jetzt“, jubelte Julia Pachaly. Zum Abschluss bedanken sich die Redner bei ihren Betreuern Thomas Schlecht und Florian Parzefall sowie beim „Big Boss“, Dr. Marko Hunger, und seinem Stellvertreter, Klaus Kaube, für deren Unterstützung.
Nach dem tobenden Applaus der Anwesenden verglich die stellvertretende Landesrätin Andrea Rosner die heutige Schulzeit mit der der Flower-Power-Generation, der sie selbst angehört habe und freute sich darüber, dass die damalige Engstirnigkeit, gegen die sie damals gekämpft habe, nun einer Öffnung der Grenzen weiche. „Dies eröffnet Ihnen ungeahnte Möglichkeiten“, wie sie betonte, wie auch, dass die Abiturienten daher keine Angst vor der Zukunft haben sollten. „Feiern Sie, als gäbe es kein Morgen, stehen Sie danach auf und gehen Sie neugierig Ihr Leben an!“
Schulleiter Dr. Marko Hunger nahm den Gedanken Andrea Rosners auf und warb für Europa als Rahmen für einen grenzüberschreitenden Erfolg. „So haben europäische Einstellungen, Haltungen und Ideen, die sich über die Geschichte entwickelt haben und weiterentwickeln, weltweit eingeschlagen, allen voran die Toleranz“, die es nun zu bewahren gelte. Dr. Hunger zitierte dazu Voltaire, der dies so formuliert habe: „Monsieur, ich bin nicht Ihrer Meinung, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung äußern können.“ „Ich empfinde es als großes Glück, dass wir Ihnen in Fächern wie Deutsch, Sozialkunde, Religion, Ethik und Geschichte den steinigen Weg unserer Gesellschaft zu dieser Einstellung zeigen durften und ich hoffe, dass Sie selbst im Rückblick sagen können: Ich hatte tolerante Eltern, tolerante Chefs, tolerante Lehrer, die zwar Grenzen setzten, aber nur, wenn es notwendig war.“
Nach seinem Dank an die Verwaltung, die Eltern und Elternbeiräte wie an den Förderverein und nicht zuletzt an das Landratsamt, für deren tatkräftige Unterstützung, ermutigte er die Abiturienten, sich etwas zuzutrauen, die Dinge in die Hand zu nehmen und Europa mitzugestalten. „Das Rüstzeug dafür haben Sie bei uns erhalten, jetzt müssen Sie es nur noch mutig anwenden.“

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